Anlegen 2016 - Teil 1 - Aktien Deutschland
Wackel-Dax oder Turbo-Dax?

Selten waren sich Experten so uneins. Geht es mit dem Dax weiter aufwärts und knackt sein Allzeithoch? Oder stürzt er auf 8.500 Punkte? Argumente gibt es für beides. Auftakt unserer Serie „Anlegen 2016“.
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DüsseldorfMit Prognosen ist das so eine Sache: Die schwierigsten sind diejenigen, die die Zukunft betreffen. Dieser viel zitierte Satz trifft auf die Vorschauen der Volkswirte zu, aber eben auch auf die Jahresausblicke der Anlageexperten. Wie wird das Börsenjahr 2016? Und wie schneidet der Deutsche Aktienindex ab? In diesem Jahr könnten die Ergebnisse unterschiedlicher nicht sein.

Während Helaba-Chefvolkswirtin Gertrud Traud mit einem neuen Rekord des deutschen Leitindizes rechnet und die Postbank den Dax in zwölf Monaten bei 11.900 bis 12.100 Punkten sieht, erwartet die DZ Bank ein „Jahr des Stillstands für den Dax“ und auch das Bankhaus Lampe geht von einem Nullsummenspiel aus - nebst übelster Schwankungen.

Immerhin sind sich die Experten einig, dass die marktbeherrschenden Themen im kommenden Jahr die Themen dieses Jahres sein werden: Da wären zum Einen die Sorgen um die Konjunktur in China und die Auswirkungen auf das weltweite Wachstum. Einen Vorgeschmack darauf, wie sensibel Börsianer auf schwache Daten aus China reagieren, gab es am "schwarzen Montag" am 24. August. Zum anderen werden geopolitische Krisen wie beispielsweise der Ukraine-Konflikt, aber auch Terroranschläge mit Argusaugen beobachtete. Und nicht zuletzt die Politik der weltweiten Notenbanken wird die Kurse bewegen.

Den ersten Mini-Zinsschritt der US-Notenbank hat der Dax relativ gut verdaut. Auch wenn Fed-Chefin Janet Yellen bereits weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt hat, glauben die Experten vom Bankhaus Lampe nicht, dass es zu einer Normalisierung der Geldpolitik kommen wird. Tippelschrittchen ja, aber kein vergleich zu früheren Zyklen, in denen die Zinsen binnen eines Jahres um durchschnittlich 225 Basispunkte stiegen. Diese Einschätzung teilen viele Experten. Die Zeit des billigen Geldes ist also noch nicht ganz vorbei.

Entscheidend für die Entwicklung an den Weltmärkten und natürlich auch an der Börse Frankfurt ist natürlich das Wachstum der Weltwirtschaft? Ins Lager der Optimisten gehört die Deutsche Bank, die mit einer Fortsetzung der zyklischen Erholung in den Industrieländern sowie einer konjunkturellen Stabilisierung in China rechnet. Weltweit könnte die Wirtschaft im kommenden Jahr um 3,5 Prozent und im China um 6,5 Prozent wachsen. Die Experten der DZ Bank sehen hingegen kaum noch Wachstumsimpulse für die globale Wirtschaft. Die Weltwirtschaft dürfte auch im nächsten Jahr wieder um drei Prozent wachsen und damit auf der Stelle treten. Auch steigende Unternehmensgewinne dürften als Treiber der Aktienmärkte ausfallen. Einzig die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sorge noch für positive Impulse.

Kommentare zu " Anlegen 2016 - Teil 1 - Aktien Deutschland: Wackel-Dax oder Turbo-Dax?"

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  • Lieber Herr Treichel

    sehr schade daß Sie anscheinend die letzten Jahre und die ca 6.000 Punkte nach oben anscheinend nicht mitgemacht haben.
    Anders kann ich mir Ihre Verbitterung nicht erklären.
    Den BWL Studenten sollte man nur eines erklären:
    Aktien sind alternativlos !
    Also die internationalen Prämiumgewinneraktien, die ich seit 50 Jahre kaufe.
    Dividende kassieren und bei Schwäche nachkaufen, Geld verdienen kann so einfach sein.

  • Schreib ich doch immer, die Aktien steigen immer.

  • Das tue ich in der Adventszeit auch und lese z.B. gerne schöne Aphorismen wie diesen:
    "An der Börse hat's gekracht,
    Da hab ich aus meinen Aktien den Kindern Drachen gemacht.
    Ich zog mit ihnen zu Felde wo sanft die Lüfte wehen,
    Dort konnt' ich meine Aktien noch einmal steigen sehen."
    http://www.aphorismen.de/zitat/187083

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