Anlegen 2016 – Teil 8 – Wohnimmobilien
Völlig aus dem Häuschen

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Baugeldzinsen werden leicht steigen

Für ein leichtes Anziehen der Baugeldkonditionen spricht die Erhöhung der Zinsen durch die US-Notenbank Fed. Eigentlich reagieren Baugeldzinsen in Deutschland auf Zinsentscheidungen der EZB. Doch weil die Kapitalmärkte internationale verflochten sind, ist ein Szenario denkbar, indem die höheren Dollar-Zinsen Kapital aus dem Euro-Raum anziehen. Das Kapital wird hierzulande deshalb nicht knapp werden, aber die Nachfrage etwa nach Bundesanleihen könnte etwas geringer ausfallen, so dass die typischerweise als Maßstab herangezogene Umlaufrendite der zehnjährigen Bundesanleihe ein wenig steigt.

Trotzdem erwarten die Deutsche-Bank-Analysten im ersten Quartal Baugeldzinsen noch unter dem Durchschnittswert des Vorjahres. „Angesichts der weiteren sehr lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte Baugeld auch nach dem Jahreswechsel günstig bleiben“, heißt es in der Studie der Bank. So sieht das auch Baufi24-Manager Scharfenorth: „Wir werden in den nächsten Monaten keine signifikanten Zinssprünge erleben.“ Allerdings erwartet er, dass die Zinsen stärker schwanken werden als in den vergangenen Monaten.

Wer sich orientieren will, sollte auf diese Umlaufrendite achten, denn die Zinsen für Baudarlehen bewegen sich in der Regel parallel dazu. In den vergangenen Tagen tendierte die Umlaufrendite um 0,6 Prozent. Ende des nächsten Jahres erwarten 35 vom Handelsblatt befrage Banken die Umlaufrendite im Schnitt bei knapp unter einem Prozent.

Weil die Zinsen nur moderat steigen werden, bleibt Wohnraum so erschwinglich wie selten zuvor. Ein mathematischer Effekt führt allerdings dazu, dass die Tilgungsdauer mit abnehmenden Zinsen steigt, sofern die Tilgungsquote nicht erhöht wird. Finanzierungsberater raten deshalb gegenwärtig zu Tilgungsquoten von mindestens drei Prozent. Mehrere Untersuchungen von Kreditvermittlungs-Plattformen zeigen, dass die Deutschen die Zeichen der Zeit erkannt haben. Ersparte Zinsen werden tatsächlich zur erhöhten Tilgung genutzt. 

So bekommen es viele doch noch hin, ihr Häuschen vor dem Eintritt ins Rentenalter komplett abzuzahlen. Eine Postbank-Studie sagt, dass eine 110 Quadratmeter große Musterwohnung in Deutschland im Schnitt nach 26 Jahren schuldenfrei ist. Genauer gesagt, waren in 305 aller 402 Landkreise und kreisfreien Städte die Wohnungen in weniger als 30 Jahren schuldenfrei. Ganz anders ist die Situation der Häuslebauer in den sieben Metropolen. Dort dauert die Tilgung für die Musterwohnung länger als 40 Jahre.

Kommentare zu " Anlegen 2016 – Teil 8 – Wohnimmobilien: Völlig aus dem Häuschen"

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  • Solange die Politiker-Kaste ihre Kreuzchen bekommt

    werden besonders die Immobilienbesitzer den Wahnsinn
    - illegale Migranten (s.g. Flüchtlinge)
    - Krieg in Afghanistan
    - Krieg in Mali
    - Krieg im Irak
    - Krieg in Somalia
    - Krieg in Syrien
    - Krieg im Sudan
    - Krieg in der Türkei
    usw., usw., usw. (www.Einsatz.Bundeswehr.de)

    dieser s.g. "Volksvertreter" bezahlen müssen.

    Für
    - auskömmliche Renten
    - bessere Krankenversorgung
    - respektvolle Pflege
    - ausreichend Krankenpflegepersonal
    - optimale Ausstattung der Feuerwehr
    - ausreichende Infrastruktur
    usw., usw., usw.

    steht kein ausreichendes Geld zur Verfügung!

    Mit einem Wort:
    MERKEL-POLITIK (igittttt) !

  • Ein weiterer eklatanter Bereich in der langen Liste des Versagens der Bundeskanzlerin Angela Merkel. In den deutschen Großstädten kann sich kein normaler Einheimischer mehr leisten zu wohnen. Ganz bitter ist es für ältere Leute, die von windigen Immobilieninvestoren zur Profitmaximierung aus ihrem jahrzehnte-alten Umfeld gejagt werden.

    Was unternimmt die Regierung? Außer einer fragwürdigen Alibi-Mietpreisbremse, nichts! Statt Immobilienspekulanten mit Sondersteuern abzuschrecken, erlaubt die Regierung eine immer weiter wachsende Konzentration der Eigentümerstrukturen.

    Was ist unter Angela Merkel nur aus diesem Land geworden?

  • Spätestens wenn dem Staat die Knete ausgeht und es analolg der italienischen 'itschy' die örtliche Kommunalverwaltung den steuerlichen Wert der Immobile -je nach Lage etc.pp. - festlegen darf und darauf Steuern erheben wird pendelt sich das wieder ein.

    Bis dahin sind noch die mickrigen Grundsteuern zu bezahlen. Und dieses stiegen bei uns in vorletzten Jahr immerhin um 20%. Die nä. Erhöhung ist schon in 2016 angekündigt und danach in ein paar Jahren ebenfalls.

    Wie gesagt, wenn dem Staat -nicht nur durch die Eurozone- das Geld knapper werden wird er sicherlich erfinderischer. Auch die Kommunen die allesamt Pleite sind. Vielleicht gibt es dann auch eine einmalige Zwangsabgabe wie in Spanien. Wer weiß dass schon alles.

    Ganz getreu nach dem Motto, Hauptsache der Euro wird gerettet. Die Immobilienbesitzer werden dann helfen können, denn sie können nicht weg. Und von den anderen ist nichts mehr zu holen.

    Einer muß dann noch zahlen. Andere wurden bereits schon genug gerupft. Ein Hühnchen wird es dann noch geben, die sich Immobilienbesitzer nennen.

    Es ist also für das Allgemeinwohl gut, wenn dort fleißig investiert wird. Allerdings sollte man bestimmt die Immobilienrenditen vernachlässigen. Da gibt es bestimmt andere Assetklassen.

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