Anlegen 2016 – Teil 8 – Wohnimmobilien
Völlig aus dem Häuschen

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In den Metropolen ist Wohnraum besonders knapp

Vor allem in den deutschen Metropolen ist Wohnraum extrem knapp. Die Deutsche Bank hat hochgerechnet, dass allein in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart in den kommenden vier Jahren jährlich 47.000 neue Wohnungen gebaut werden müssten und auch in den fünf Folgejahren der jährliche Bedarf noch bei fast 40.000 Wohnungen liegt. Dabei räumt die Bank selbst ein, dass in der Schätzung der Urbanisierungstrend zum Ausdruck kommt, die derzeitige Zuwanderungswelle aber nur teilweise berücksichtigt werden konnte.

Aktuell wird mit einer Million Flüchtlingen allein in diesem Jahr gerechnet. Frank Wojtalewicz erwartet aufgrund der für das ganze Land großen Differenz zwischen Angebot und Nachfrage, dass auch in den sogenannten B-Städten die Preise und Mieten in den kommenden Jahren steigen. Zu den B-Städten zählen regionale Zentren, die häufig auch Universitätsstädte sind wie etwa Freiburg, Oldenburg, Heidelberg, Dresden oder Leipzig. Gerade Freiburg gilt als extrem teures Pflaster.

Es herrscht Einigkeit unter Immobilienexperten, dass die Menschen, die aus Kriegs- und Krisenregionen zu uns flüchten möglichst schnell aus Turnhallen und Zeltstädten in Wohnungen umziehen sollten. Kurzfristig stünde Wohnraum in ländlichen Gegenden zur Verfügung. Würde er genutzt, würden die Wohnungsmärkte dort stabilisiert und Leerstand abgebaut. Deshalb fordert Empirica-Experte Braun, Flüchtlinge auf dem Land anzusiedeln um den zusätzlichen Druck von den großstädtischen Wohnungsmärkten zu nehmen.

Das ändert aber nichts an der von Marktforschern allenthalben geteilten Meinung, dass zu wenig gebaut wird. Das lässt sich auch an den Leerstandsquoten für Wohnraum ablesen. Empirica hat gerade ausgerechnet, dass diese Quote im Schnitt in Deutschland in diesem Jahr um 0,1 Prozentpunkte auf drei Prozent gesunken ist. Dabei wurden Wohnungen in unvermietbar schlechtem Zustand nicht mitgezählt. Die Durchschnittsquote klingt wenig dramatisch. Denn Experten sehen drei Prozent Leerstandsquote als vernünftig an, um Eigentümern zeitlichen Spielraum für Renovierungen und Modernisierungen zu lassen. Doch in Großstädten wie München ist die Situation längst beängstigend. Dort beträgt die Leerstandsquote nur noch 0,4 Prozent.

Kommentare zu " Anlegen 2016 – Teil 8 – Wohnimmobilien: Völlig aus dem Häuschen"

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  • Solange die Politiker-Kaste ihre Kreuzchen bekommt

    werden besonders die Immobilienbesitzer den Wahnsinn
    - illegale Migranten (s.g. Flüchtlinge)
    - Krieg in Afghanistan
    - Krieg in Mali
    - Krieg im Irak
    - Krieg in Somalia
    - Krieg in Syrien
    - Krieg im Sudan
    - Krieg in der Türkei
    usw., usw., usw. (www.Einsatz.Bundeswehr.de)

    dieser s.g. "Volksvertreter" bezahlen müssen.

    Für
    - auskömmliche Renten
    - bessere Krankenversorgung
    - respektvolle Pflege
    - ausreichend Krankenpflegepersonal
    - optimale Ausstattung der Feuerwehr
    - ausreichende Infrastruktur
    usw., usw., usw.

    steht kein ausreichendes Geld zur Verfügung!

    Mit einem Wort:
    MERKEL-POLITIK (igittttt) !

  • Ein weiterer eklatanter Bereich in der langen Liste des Versagens der Bundeskanzlerin Angela Merkel. In den deutschen Großstädten kann sich kein normaler Einheimischer mehr leisten zu wohnen. Ganz bitter ist es für ältere Leute, die von windigen Immobilieninvestoren zur Profitmaximierung aus ihrem jahrzehnte-alten Umfeld gejagt werden.

    Was unternimmt die Regierung? Außer einer fragwürdigen Alibi-Mietpreisbremse, nichts! Statt Immobilienspekulanten mit Sondersteuern abzuschrecken, erlaubt die Regierung eine immer weiter wachsende Konzentration der Eigentümerstrukturen.

    Was ist unter Angela Merkel nur aus diesem Land geworden?

  • Spätestens wenn dem Staat die Knete ausgeht und es analolg der italienischen 'itschy' die örtliche Kommunalverwaltung den steuerlichen Wert der Immobile -je nach Lage etc.pp. - festlegen darf und darauf Steuern erheben wird pendelt sich das wieder ein.

    Bis dahin sind noch die mickrigen Grundsteuern zu bezahlen. Und dieses stiegen bei uns in vorletzten Jahr immerhin um 20%. Die nä. Erhöhung ist schon in 2016 angekündigt und danach in ein paar Jahren ebenfalls.

    Wie gesagt, wenn dem Staat -nicht nur durch die Eurozone- das Geld knapper werden wird er sicherlich erfinderischer. Auch die Kommunen die allesamt Pleite sind. Vielleicht gibt es dann auch eine einmalige Zwangsabgabe wie in Spanien. Wer weiß dass schon alles.

    Ganz getreu nach dem Motto, Hauptsache der Euro wird gerettet. Die Immobilienbesitzer werden dann helfen können, denn sie können nicht weg. Und von den anderen ist nichts mehr zu holen.

    Einer muß dann noch zahlen. Andere wurden bereits schon genug gerupft. Ein Hühnchen wird es dann noch geben, die sich Immobilienbesitzer nennen.

    Es ist also für das Allgemeinwohl gut, wenn dort fleißig investiert wird. Allerdings sollte man bestimmt die Immobilienrenditen vernachlässigen. Da gibt es bestimmt andere Assetklassen.

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