Dax, Euro Stoxx – Ausblick für den europäischen Aktienmarkt 2017

Anlegen 2017 – Teil 6 – Aktien Europa
Rendite bei konstanten Kursen

Nur wer sein Aktiendepot aktiv verwaltet, wird im kommenden Börsenjahr mit europäischen Dividendenpapieren Geld verdienen. Experten erwarten, dass Dax & Co. unter dem Strich nur noch schwankungsreich stagnieren dürften.
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FrankfurtWer an den europäischen Aktienmärkten auch 2017 noch Geld verdienen möchte, benötigt starke Nerven – und wird sein Portfolio aktiv managen müssen. Mit der Strategie „Kaufen und liegen lassen“ dürfte sich dagegen keine nachhaltige Rendite mehr erzielen lassen. Das erwarten die meisten Experten in ihren Prognosen für das neunte Jahr der zweitlängsten Börsenhausse aller Zeiten.

Null Prozent. So groß ist nach Einschätzung von Experten das mittlere Kurspotenzial europäischer Standardaktien auf Sicht von einem Jahr: Laut der jüngsten Befragung des Informationsdienstes Reuters rechnen Analysten im Schnitt damit, dass der Leitindex Euro Stoxx 50 bis Ende Dezember 2017 nur bei 3.255 Punkten notieren wird – das entspricht genau dem inzwischen erreichten Stand.

Auch der Deutsche Aktienindex hat sein prognostiziertes Renditepotenzial für die kommenden zwölf Monate schon jetzt vollständig ausgeschöpft. Rund eintausend Punkte ist der Leitindex seit Anfang Dezember innerhalb von knapp zwei Handelswochen nach oben getrieben worden.

Selbst die größten Optimisten unter den Analysten der Banken trauen den Aktienmärkten kaum noch Aufwärtspotenzial zu und rechnen mit hohen Kursschwankungen im Jahresverlauf – dazu zählen etwa die Strategen der DZ Bank: Beim Dax prognostizieren die Fachleute einem Anstieg von rund fünf Prozent auf 12.000 Punkte. Den Euro Stoxx 50 sehen sie in ähnlichem Umfang zulegen – auf 3.450 Punkte.

„Die leichte Beschleunigung der Weltkonjunktur wird die Gewinne der stark exportorientierten Dax-Unternehmen ansteigen lassen. Dies sorgt für Kurspotenzial“, sagt Christian Kahler, Chefanlagestratege der DZ Bank. Außerdem gebe es weiterhin kaum attraktive Alternativen zu einer Anlage in Aktien, begründet der Experten seinen vorsichtigen Optimismus.

Kommentare zu " Anlegen 2017 – Teil 6 – Aktien Europa: Rendite bei konstanten Kursen"

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  • Das kriegsentscheidende Thema heißt "asset allocation", d.h. die Aufteilung des Vermögens auf die verschiedenen Anlageklassen. Bei Anleihen ist wegen der Nullzinspolitik der Notenbanken schon seit Jahren kein Geld mehr zu verdienen. Bei der Anlageklasse Aktien glauben die Handelsblattredakteure den Prognosen einiger Bank"experten" und sehen ebenfalls keine Gewinnchancen. Und in den Ballungsräumen sind die Preise von Immobilien schon längst stark überteuert. Somit ist nirgendwo Geld zu verdienen.
    Auf der anderen Seite sind auf den volumenstarken Zinsmärkten dies- und jenseits des Atlantiks riesige Blasen entstanden. Kommt es irgendwann zu einem Zinsanstieg um vielleicht 2 oder 3 %, erleiden Hunderttausende von Anlegern und insbesondere die Banken herbe Verluste. Die übrigen Anlageklassen werden dann mit in den Abwärtsstrudel gezogen.

    Also, verehrte Handelsblatt-Redakteure: Wie sehen Ihre Vorschläge zur asset allocation aus? Wollen Sie alle Erkenntnisse ignorieren und nur fortfahren, ein Musterdepot zu verwalten? Auch wenn Sie jeden Tag schreiben, dass mit Aktien kein Geld mehr zu verdienen ist. Glauben Sie wirklich, dass Sie beim stock picking über ganz außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen?

  • Ich gebe Ihnen heute eine kostenlose Prognose:

    Der Dax wird solange steigen, bis er anfängt zu sinken. Sollte keines von beidem zutreffen wird er in eine Seitwärtsbewegung übergehen.

    Noch schöne Weihnachten.

  • Kaum ist der Artikel erschienen. Kaum habe ich die Meinung der Banker "Null Kurschancen 2017" gelesen. Noch reibe ich mir wegen der Unglücksbotschaft meine verweinten Augen. Da plötzlich kommt Stephan Heibel und präsentiert seine Sentimentsanalyse. Heibel glaubt an eine Fortsetzung der Rally, hält einen schnellen Lauf in Richtung 12 000 Punkte für möglich. An was soll ich nun glauben?

    Ich glaube, der DAX macht was er will und dass dies niemand vorhersehen kann.

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