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Biotech-Spritze fürs Depot

Der Gesundheitsmarkt bietet zahlreiche Anlagechancen. Vor allem Bündnisse von großen Konzernen mit kleinen Biotech-Firmen versprechen Erfolg: In den kommenden Jahren werden einige Biotech-Unternehmen mit ersten umsatzträchtigen Produkten auf den Markt kommen. Für Anleger gibt es immense Ertragschancen, doch nicht ohne Risiko.

FRANKFURT. Das geflügelte Wort „Alles ist Wandel“ passt exakt zur Gesundheitsbranche – dort lassen sich die Auswirkungen der strukturellen gesellschaftlichen Veränderungen in der Welt direkt ablesen. Der Mega-Trend „demographische Veränderung“ treibt den Sektor gleich zweifach an: In der westlichen Welt altert die Gesellschaft, was den Medikamentenkonsum pro Kopf erhöht. Erfahrungsgemäß nimmt jeder Mensch erst nach seinem 60. Geburtstag einen Großteil seiner Medikamente ein – dieses Alter erreichen die geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten zehn bis 20 Jahren.

In den sich entwickelnden Ländern Asiens und Lateinamerikas hingegen verbessert sich mit steigendem Wohlstand die flächendeckende Versorgung mit Medikamenten und Gesundheitsleistungen. Zugleich nehmen dort mit den sich ändernden Lebensgewohnheiten Zivilisationskrankheiten rapide zu. Bis 2030 soll sich laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation die Zahl der Diabetiker in Indien und China mehr als verdoppeln auf rund 80 und 40 Millionen Menschen.

Abhilfe bietet der medizinische Fortschritt mit der Chance, mittels neuer Medikamente und Therapien besser und schneller zu heilen. Die in der Folge steigende Kosten fordern wiederum weltweit die Gesundheitssysteme.

Diese Gemengelage bietet innovativen Unternehmen des insgesamt auf 3,5 Bill. US-Dollar geschätzten Gesundheitsmarktes immense Wachstumschancen, an denen Anleger teilhaben können. Allerdings macht es Mühe, sich in dem extrem heterogenen Markt zu orientieren. Die Kernkriterien für Investoren sind nach Ansicht von Hanns Frohnmeyer, Healthcare-Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) Innovationsstärke, Marktposition, Markteintrittsbarrieren für Konkurrenten und der (gesundheits-) politische Rahmen für das jeweilige Segment.

Im gewichtigen Pharma-Markt stehen Konzerne derzeit unter besonderem Innovations- und Kostendruck. Außer Kürzungen im Gesundheitssystem belastet die Pharma-Unternehmen, dass bis 2010 viele Patente für umsatzstarke Medikamente (Blockbuster) auslaufen. Generika-Anbieter stehen bereit, um die Medikamente zu kopieren. Nach Schätzungen von Standard & Poor's laufen allein 40 Medikamente großer Anbieter mit Umsätzen in Milliarden-Höhe aus.

Dazu gehört auch eines der am besten verkauften Medikamente der Welt, der Cholesterinsenker Lipitor des US-Konzerns Pfizer mit einem Umsatz von 13 Mrd. US-Dollar im Jahr . „Um ihr Umsatzwachstum zu halten, müsste Pfizer drei Blockbuster im Jahr bringen – das ist nicht in Sicht“, sagt Frohnmeyer. Generell sähen die Pipelines relativ leer aus, sagt Elisabeth Beck, Geschäftsführerin beim Marktforschungsinstitut IMS Health. Allerdings stünden europäische Konzerne sowohl mit Blick auf die Patentabläufe als auch auf die Pipelines besser da. Konzerne in Europa haben demnach ihre Forschung und Entwicklung sowie die Produktpaletten gestärkt. Für gut aufgestellt halten Analysten die Schweizer Konzerne Roche, Novartis und den britischen Pharma-Hersteller Glaxo Smithkline. Auch der dänische Diabetes-Spezialist Novo Nordisk und Bayer Schering erhalten positive Analysten-Urteile.

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