Anleger
Die wichtigsten US-Investoren aller Zeiten

Der Research-Chef eines US-Vermögensverwalters hat sich auf die Suche nach den bedeutendsten Menschen seiner Spezies begeben. Herausgekommen ist eine lange Liste an Namen, die eines verbindet: das Glück der frühen Geburt.

FrankfurtEs gibt viele Namen, die in der Branche der Geldprofis kursieren – Dauerbrenner, Eintagsfliegen, Legenden. Doch wer sind die tatsächlich erfolgreichsten Investoren der Welt? Darauf meint Michael Batnick eine Antwort gefunden zu haben.

Der Research-Chef  des Vermögensverwalters Ritholtz Wealth Management aus New York City hat sie aufgelistet: 67 erfolgreiche Geldmanager fand er zwischen den Jahren 1870 und 1968. Die Daten markieren nicht ihre Geburt, sondern den angenommenen Start ihrer Karrieren 22 Jahre später. Als Messlatte für den Anlageerfolg der einzelnen Manager wählt Batnick die Entwicklung des breiten US-Aktienindex S&P 500 - betrachtet wird jeweils ein Zeitraum von 25 Jahren nach dem Karrierestart.

Batnick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er hat spannende, erfolgreiche Händler, Investoren, Hedgefondsmanager, Ökonomen, Nobelpreisträger und Pioniere aus dem Fondsmanagement herausgepickt. Es fehlen Experten großer Geldhäuser – auch mit langer Historie – wie JP Morgan, es fehlen Chef-Strategen und Notenbanker.

Vertreten sind aber einflussreiche Vordenker des Investierens, auch wenn sie selber nie Geld gemanagt haben, wie der israelisch-US-amerikanische Psychologe und Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahnemann oder der US-Wirtschaftsprofessor Robert Shiller.

Wer war nun der Beste? Den größten Börsenerfolg erwischte jedenfalls der US-Hedgefondsmanager und Chef von Duquesne Capital, Stanley Freeman Druckenmiller. Geboren 1953, startete er nach Batnicks Annahme also 1975 durch und legte ab dann ein Kursplus in Höhe von 5.242 Prozent hin.

Auf Rang zwei landen gleich drei, nur ein Jahr jüngere Kollegen: Der Hedgefondsgründer Paul Tudor Jones von Tudor Investment Corporation, der Investmentdirektor der Yale University, David F. Swensen, der das Management des Stiftungsvermögen der renommierten Universität verantwortet, sowie als Dritter im Bunde einer der Väter des quantitativen, modellorientierten  Investierens, Rob Arnott. Ein Jahr später als Druckenmiller begonnen, schafften sie mit dem S&P „nur“ noch 3.438 Prozent. 

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