Anleger schätzen Banksparpläne als Geldanlage - Die Erfahrungen des Börsencrashs wirken noch nach
Die Entdeckung der Langsamkeit

In turbulenten Zeiten steigt das Bedürfnis nach Sicherheit. Drei Prozent garantierte Rendite klingt da besser als die Aussicht auf zweistellige Erträge, die mit einem nicht unerheblichen Verlustrisiko erkauft werden muss – vor allem nach den Erfahrungen der jüngsten Börsenbaisse. Folglich begannen Kreditinstitute, Sparpläne wieder stärker zu vermarkten.

HB FRANKFURT/M.So brachte die Deutsche Bank Anfang 2004 ein neues Produkt auf den Markt und bewarb es als „Volkssparen“. „Wir reagierten darauf, dass Kunden sehr sicherheitsorientiert waren“, sagt ein Sprecher der Bank.

Selbstverständlich haben die Deutschen den Kapitalmärkten nicht den Rücken zugekehrt und setzen nur noch auf Sparbuch-Varianten. Aber vielen ist wohl bewusster geworden, dass auch eine sichere Anlage zu einer sinnvollen Vermögensaufteilung gehört. Um für finanzielle Notlagen vorzusorgen, legen die meisten Deutschen ihr Geld vergleichsweise sicher in Banksparplänen oder in Anleihen an. Dies ergibt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Finanzdienstleisters Delta Lloyd.

„Es ist schon interessant, dass diese schon mehrfach totgesagten Produkte immer noch und gar nicht so schlecht leben“, sagt Harald Norbisrath, Vertriebsleiter für private Kunden bei der Frankfurter Sparkasse (Fraspa).

Solche Banksparpläne nutzen Anleger vor allem, um auf ein festes Ziel hin oder für einen bestimmten Zweck zu sparen. Neben den Rücklagen für schlechte Zeiten nennen Privatkunden-Experten als typisches Ziel, auf ein Auto zu sparen, eine Finanzierung abzulösen oder dem Enkel oder Patenkind etwas für die Ausbildung zurückzulegen. „Ein typisches Verwandten-Produkt“, meint Norbisrath. Oft laufen solche Sparverträge denn auch „von der Konfirmation oder Taufe bis zum Abitur“, also sechs bis zwanzig Jahre.

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