Anleger sind skeptisch
Die sinnvolle Struktur bringt den Erfolg

Dass Anleger bei der Bestückung ihres Portfolios nicht „alle Eier in einen Korb“ legen sollen, ist seit dem legendären Artikel eines jungen Mannes namens Harry Markowitz aus dem Jahre 1952 theoretisch längst bekannt. Markowitz begründete damit die moderne Portfoliotheorie und erhielt 1990 für seine Forschung den Nobelpreis.

Eine sinnvolle Depotstruktur beginnt mit der Aufteilung des Vermögens auf die vier Anlageklassen: Liquidität, Aktien, Renten und Alternative Investments (wie z.B. Zertifikate, Optionen, offene Immobilienfonds, Hedge- Fonds, Gold). Ziel ist es dabei, das Vermögen so aufzuteilen, dass bei gleichem Risiko ein möglichst hoher Ertrag erwirtschaftet werden kann bzw. dass bei gleichem Ertrag ein geringeres Risiko eingegangen wird. „Im Augenblick liegt das Postulat unserer Kunden schwerpunktmäßig auf der Minimierung der Schwankungsbreite, also des Risikos und nicht auf der Maximierung des Ertrags“, sagt Stefan Keitel, Chefstratege bei der Credit Suisse Deutschland AG in Frankfurt.

Und auch Christoph Hott, Leiter der Investmentstrategie Privatkunden bei Sal. Oppenheim sagt, dass viele Anleger derzeit sehr vorsichtig geworden seien. „Viele wollen überhaupt keine Aktien mehr, weil sie glauben, Verluste so zu vermeiden“, sagt Hott. Die Experten sind sich aber einig, dass grundsätzlich jede der vier Anlageklassen, auch Aktien, in einem Portfolio vertreten sein sollte.

Jede Depotstrukturierung sollte mit der gründlichen Befragung des Anlegers beginnen, um herauszufinden, welcher Risikotyp er ist. „Die drei Fragen, die wir unseren Kunden stellen lauten: Für welchen Zeitraum soll das Geld angelegt werden (Verfügbarkeit), welches Mindestergebnis soll am Laufzeitende erreicht werden (Ertrag) und welche Schwankungsbreite ist der Kunde bereit, zu tolerieren (Risiko/Sicherheit)“, sagt Hott von Sal. Oppenheim. Ist bekannt, ob der Anleger eher konservativ, ausgewogen oder offensiv, also risikobereit, veranlagt ist, wird das strategische Konzept festgelegt. „Das bedeutet, wir legen die grundsätzliche Quote für die Aufteilung des Vermögens auf die vier großen Asset-Klassen fest“, erläutert Keitel. Diese Quote sei langfristig gültig, sollte aber dennoch einmal im Jahr überprüft werden. „Schließlich können sich die Vermögensverhältnisse und Einstellungen der Investoren ja ändern“, so Keitel.

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