Anleger-Umfrage 2014
Im Notfall: Aktien!

Wo steht der Dax am Ende des Jahres? Welche Aktien sind angesagt? Was wird aus Gold? Die Umfrage unter unseren Lesern bringt überraschende Ergebnisse: Über eine Zockeraktie im Dax, gefährlich gute Laune und die Urangst der Deutschen.
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Düsseldorf2014 wird ein Jahr der Aktie – jedenfalls wenn es nach unseren Lesern geht. Wir haben gefragt, welche Anlageklassen in diesem Jahr besonders aussichtsreich sind, welche Aktien im Dax überraschen und welche enttäuschen könnten und wie sich die Inflation entwickeln wird. Insgesamt haben sich 2024 Leser beteiligt.

Dabei zeichnet sich ein klarer Trend ab: Fast 60 Prozent der Befragten halten Aktien in diesem Jahr für die beste Anlage. Auf Platz zwei – allerdings mit weitem Abstand – folgt Gold (16 Prozent), dahinter liegen Immobilien und Cash (jeweils sechs Prozent).

Dabei gelten die Deutschen doch eigentlich als totale Aktienmuffel. Entdecken sie gerade ihre Liebe zur Aktie neu? Oder sind die Leser von Handelsblatt Online gegenüber Wertpapieren besonders aufgeschlossen? Möglich, schließlich dürfte es unter den Lesern einige geben, die selbst an der Börse aktiv sind.

Vielleicht gibt es aber noch einen weiteren Grund für die hohe Aktienquote: „Es herrscht Anlagenotstand. Nur ein Prozent der Befragten favorisiert Staatsanleihen. Das ist verständlich, denn Anleihen werfen kaum noch Zinsen ab. Dadurch werden die Leute in riskantere Anlagen wie etwa Aktien gezwungen“, sagt Joachim Goldberg, der sich als Geschäftsführer des Marktforschers Cognitrend täglich mit der Psyche der Anleger beschäftigt. Aktien kaufen aus der Not heraus, weil es keine lukrativen Alternativen gibt. Das scheint die Maxime zu sein.

Die Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass der Dax in diesem Jahr noch weiter zulegen wird. Ein großer Teil der Stimmen verteilt sich auf den Bereich zwischen 10.000 und 11.000 Punkten, der Mittelwert liegt etwa bei 10.300 Punkten. Am Beginn der Umfrage notierte der Dax bei 9.600 Zählern.

„Die Befragten rechnen im Mittel mit einem Plus von sieben Prozent – das ist sehr vernünftig“, sagt Martin Weber, Wirtschaftsprofessor an der Universität Mannheim. Eine Rendite von sieben Prozent sei genau das, was in der Vergangenheit durchschnittlich pro Jahr zu erzielen gewesen sei. Das sei durch zahlreiche lang angelegte Studien über die Aktienmärkte belegt.

Besonders angetan hat es unseren Lesern die Aktie der Commerzbank: Für 14 Prozent der Befragten ist sie die Top-Aktie, gleichzeitig aber für zehn Prozent der Flop schlechthin. Bei keiner anderen Aktie gehen die Meinungen so weit auseinander. Das kann vor allem eines bedeuten – mit der Commerzbank wird auch in diesem Jahr wieder fleißig gezockt.

Kommentare zu " Anleger-Umfrage 2014: Im Notfall: Aktien!"

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  • Das KGV gibt an "wie oft der Gewinn im aktuellen Kurs einer Aktie enthalten ist bzw. nach wie vielen Jahren der Gewinn den Preis der Aktie „bezahlt“ hat." (siehe WIKI).
    Es ist nicht die "Verzinsung" ihres angelegten Kapitals.

    Bsp:
    Aktienkurs=50; Dividende=4 => KGV=50/4 also KGV von 12,5 Jahren
    Aktienkurs=50; Dividende=4 => Rendite=4*100/50 also Rendite 8%

  • Hallo, was haltet Ihr eigentlich von Fanny Mae und Freddy Mac? Die Charts sind sehenswert. Wenn da keine Luft nach oben ist... Das ware doch mal einen Versuch wert, zumindest mit kleinem Geld.

  • Aus Schulden immensen Reichtum künstlich durch an Dumme verkaufte Aktien zu erzeugen hatte schon John Law versucht. In diesem Sinne: "The wind is my treasure, cushion, and foundation. Master of the wind, I am master of life, and my wind monopoly becomes straightway the object of idolatry. Less rapidly turn the sails of the windmill on my head than the price of shares in my foolish enterprises."

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