Anlegerstimmung
Investoren setzen auf Europa

Die Europäische Union bietet hervorragende Möglichkeiten zur Geldanlage. Das glauben immer mehr professionelle Anleger. Vor allem Aktien stehen im Fokus. Das belegt eine Umfrage von Bloomberg.
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LondonInternationale Investoren äußern größeres Vertrauen in die Wirtschaft des Euroraums. Die jüngste weltweite Umfrage unter Nutzern des Bloomberg-Terminals ist ein weiterer Beleg für die wachsende Zuversicht hinsichtlich des Ausblicks für die Industrieländer.

Vierzig Prozent der befragten Bloomberg-Kunden sehen im Euroraum eine Konjunkturaufhellung. Damit hat sich unter den Investoren, Analysten und Händlern, die an der Umfrage teilnahmen, der Anteil derer, die den Euro-Raum optimistisch sehen, gegenüber der letzten Erhebung vom Mai mehr als vervierfacht. Auch die USA und Japan werden optimistischer beurteilt. Weltweit werde die Wirtschaft stärker, finden 40 Prozent der Umfrageteilnehmer - so viele wie seit Januar 2011 nicht mehr.

Die Aufbruchstimmung, die sich fünf Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers verbreitet, fördert auch den Risikoappetit. Rund 52 Prozent erwarten, dass Aktien über das kommende Jahr die besten Ertragsaussichten bieten.

Noch etwas hat sich geändert: Während beim letzten Mal die Probleme Europas als Hauptgefahr für die Weltwirtschaft galten, sorgen sich die Investoren neuerdings vor allem um eine erlahmende Konjunktur in China sowie um den Haushaltsstreit in den USA.

„Es hat den Anschein, als durchlebten wir eine überraschend breit aufgestellte Erholungsphase“, schrieb Andreas Domke, Portfoliomanager bei Allianz Global Investors Europa. Nur wenige Wochen nachdem die bislang tiefste Rezession überwunden wurde, scheint im Euro-Raum der Wiederaufstieg in vollem Gang zu sein.

Die Europäische Union (EU) bietet aus der Sicht von 34 Prozent der Umfrageteilnehmer derzeit mit die besten Investmentgelegenheiten. Damit hat der Anteil der EU-Optimisten den höchsten Stand erreicht seit die Frage im Oktober 2009 Teil der Erhebung wurde. In der Umfrage vom Mai sahen nur 18 Prozent eine verlockende Perspektive für die EU. Die schlechtesten Aussichten bescheinigen der Gemeinschaft aktuell nur noch 18 Prozent der Befragten, gegenüber 45 Prozent im Mai.

Kommentare zu " Anlegerstimmung: Investoren setzen auf Europa"

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  • Dass sich Investoren auf europäische Aktien stürzen, ist Unsinn. Wenn man die Performance von US-Aktien mit europäischen Aktien vergleicht, merkt man den großen Unterschied. Viele deutsche Aktien sind ein Flop. Der DAX verschleiert die schlechte Performance, da die Dividenden eingerechnet werden. Er sieht besser aus als er ist.

  • Die Altparteien haben den Karren in den Dreck gefahren.
    Dem Wähler hier zu suggeriern es sei möglich die Menschen in Südeuropa per Dekret umerziehen zu können, unterstreicht lediglich die Hoffnungslosigkeit im gesamten Spektrum der Bundestagsparteien.

    Da hilft weder Schönreden noch Zahlenkosmetik.

    Die Haftungssummen für die erforderlichen Rettungsschirme steigen ein ums andere Mal, aber uns wird ja erzählt alles ist auf einem guten Weg.

    Aus Erfahrungen sollte man klug werden. Zur Umsetzung dieser Erfahrungen haben wir vielleicht letztmalig am 22. September 2013 die Möglichkeit.

    Sonst wird der Wasserkopf in Brüssel im größer und eben auch immer teurer.

    Die Wahlbeteiligung in Bayern hat gezeigt das Interesse an politischen Entscheidungen ist gestiegen. Da spielt auch Angst mit, weil immer mehr Kompetenzen abgegeben werden nach Brüssel oder auch an die EZB.

    Bei den Abstimmungen dort sind die Empfängerländer durchweg in der Mehrzahl. Deshalb sind Sorgen um unser Geld überflüssig ;-) Irgendwie wird das mit der Umverteilung schon klappen.

    Auf strategische Rechenspiele habe ich bei meiner Briefwahl verzichtet, allerdings hätte ich gerne eine Quittung gehabt über meinen Wahlentscheid, um später belegen zu können keine dieser Altparteien gewählt zu haben.

    Momentan herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Die Empfängerländer sind angewiesen worden, wenigstens noch eine Woche zu waren. Die Massen in Griechenland protestieren schon, nach der Wahl werden weitere Schuldenschnitte offenbart werden.

    Alternativlos eben. Weder Merkel noch Schäuble interessieren sich dann noch für ihr Geschwätz von gestern. Alles schon gehabt!!

    Es wird definitiv nicht der letzte Schuldenschnitt sein.

    Wer das möchte, braucht nur die Altparteien zu wählen.

  • "Reformeifer in Europa beeindruckt Anleger"


    Bitte kneif´ mich mal einer -entweder ich träume gerade oder es gibt noch ein anderes Europa in irgendeinem Paralleluniversum, das ich nicht kenne..

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