Apple, Deutsche Bank, Microsoft, Nestlé, BMW
Was in 20 Jahren aus 1000 Euro wurde

936 Euro oder 103.141 Euro? Manche Aktien machen ihre Besitzer reich, andere ärmer. Da hilft dann auch keine jahrzehntelange Geduld. Wir haben ausgerechnet, welche Aktie enttäuschte und welche überraschte.
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DüsseldorfAktionäre sollten einen langen Atem haben, dann zahlt sich das Engagement an der Börse fast zwangsläufig aus. Dieses Motto wiederholen überzeugte Börsianer immer wieder gebetsmühlenartig. Im Grunde stimmt die Aussage auch. Geht es allerdings um Einzelaktien, dann liegt die Betonung ganz klar auf dem Wörtchen „fast“. Denn wer auf Nieten setzt,  also beispielsweise auf Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert oder die andere Probleme haben, oder gar auf Aktien von Pleitekandidaten, dem hilft auch der lange Anlagezeitraum nichts.

Das zeigt die Kursentwicklung der Aktien von fünf weltweit bekannten Unternehmen: Wer vor 20 Jahren 1000 Euro in die Apple-Aktie investierte, freut sich heute über einen Depotwert von 103.141 Euro. Ein Plus von etwas mehr als 10.000 Prozent. Da können Microsoft, Nestlé oder BMW nicht mithalten. Wer auf Microsoft setzte, verbuchte „nur“ ein Plus von fast 1300 Prozent – aus 1000 Euro wurden 12.723 Euro.

Die Aktie des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé und des Autobauers BMW verbuchten jeweils ein Plus von circa 830 Prozent, aus 1000 Euro wurden rund 9300 Euro. In die Röhre gucken die Aktionäre der Deutschen Bank. Sie müssen über 20 Jahre ein Minus von sechs Prozent verkraften. Das sind deutliche Kursunterschiede, die aber gute Gründe haben.

Trotzdem reiben sich bei diesen Ergebnissen selbst Anlageprofis erstaunt die Augen. „Die größten Überraschungen sind sicherlich Apple und die Deutsche Bank“, sagt Max Otte, Bestsellerautor und Wirtschaftsprofessor. „Bei Nestlé und Microsoft waren derartig hohe Kurssteigerungen zu erwarten. BMW hat es durch langfristig orientierte Eigner und gutes Management geschafft.“ Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank hätte vor allem Nestlé mehr zugetraut.

Und für Fondsmanager Christoph Bruns belegt das Ergebnis, dass sich Börsenentwicklung im Detail, die Entwicklung einer einzelnen Aktie, nur schwer prognostizieren lässt. Das gehe nur „im Aggregat einigermaßen sinnvoll“ – ein Plädoyer für breite Streuung über viele Einzelwerte oder eben via Fonds. „Hätte man vor 20 Jahren die Kursentwicklung der genannten Aktien prognostizieren müssen, dann hätte man Microsoft, Nestlé und BMW wahrscheinlich einigermaßen treffend diagnostiziert“, sagt der Mitinhaber der Fondsgesellschaft Loys. „Die beiden Ausreißer Apple und Deutsche Bank waren aber überhaupt in der eingetretenen Kursentwicklung vor 20 Jahren nicht zu ahnen.“

Allerdings fehlen bei dieser Rechnung die Dividenden. Die Deutsche Bank gehörte vor Ausbruch der Finanzkrise zu den Dividendenkönigen – das Kursminus haben Aktionäre über die Jahre also mehr als ausgeglichen. Nach der Lehman-Pleite strich der Branchenprimus die Ausschüttung allerdings zusammen. Ein zuverlässigerer Dividendenzahler ist da Nestlé. Der Konzern beglückt seine Aktionäre Jahr für Jahr mit üppigen Dividenden, was die Rendite für die Anteilseigner natürlich noch erhöht. Apple schüttet erst seit kurzer Zeit seine üppigen Gewinne an Aktionäre aus. Geschuldet ist das dem Druck von Aktionär Carl Icahn.

 

Kommentare zu " Apple, Deutsche Bank, Microsoft, Nestlé, BMW: Was in 20 Jahren aus 1000 Euro wurde"

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  • Was in 20 Jahren aus 1000 Euro wurde

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    NICHTS !

    Weil man nichts davon hat...und es nicht aufgibt um sich davon etwas zu gönnen...

    bis man es gar nicht sich auskosten lassen kann weil es nichts mehr Wert ist . :-)))

    HABE WAS ?- Wenn man doch davon nichts hat ! :-)))



  • Deutsche Bank 1.500 Euro vs. 936 Euro bzw. 1,99% vs. -0,33% p.a. - BMW 13.300 Euro vs. 9.300 Euro bzw. 13,29% vs. 9,30% p.a. - Nestlé 14.800 Euro vs. 9.300 Euro bzw. 14,78% vs. 9,29% p.a. - Microsoft 17.800 Euro vs. 12.800 Euro bzw. 17,81% vs. 12,79% p.a. - Apple 117.900 Euro vs. 103.400 Euro bzw. 26,69% vs. 25,87% p.a.- zum Vergleich DAX: 8,8% p.a. (Performanceindex d.h. mit Dividende)

  • Hallo Weitdenkende,
    zuerst muss der Euro die 20 Jahre Zeitspanne überleben und das scheint sich
    nicht so sicher.

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