Auch kritische Stimmen zu Studienergebnis: Nachhaltige Geldanlagen lohnen sich

Auch kritische Stimmen zu Studienergebnis
Nachhaltige Geldanlagen lohnen sich

Unternehmen, die in Ratings zu nachhaltigem Wirtschaften gut abschneiden, haben auch eine überdurchschnittliche Aktienkursentwicklung. Sie lag in den vergangenen vier Jahren sogar 23 % über denen der weniger verantwortungsbewussten Wettbewerber. Dies ergab eine gemeinsame Studie des Bankhauses Morgan Stanley und der unabhängigen Münchener Ratingagentur Oekom Research. Sie analysierten die Kursverläufe von 602 Unternehmen des MSCI World Index.

BRÜSSEL. Die Autoren räumen mit dem Vorurteil auf, nachhaltige Kapitalanlagen, die ökologische, soziale und ethische Aspekte berücksichtigen, hinkten in ihren Renditen dem Markt hinterher. „Im Gegenteil, es verdichtet sich mehr und mehr die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit ein Wertschöpfungsfaktor ist“, sagt Markus Knisel, Direktor bei Morgan Stanley Privat Wealth Management, dem Handelsblatt. Der positive Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Aktienkursentwicklung werde dem gesamten Marktsegment der nachhaltigen Geldanlagen einen enormen Schub bringen, ist er überzeugt.

Die untersuchten Unternehmen repräsentieren 80 % der Marktkapitalisierung des MSCI World. Die restlichen Unternehmen wurden nicht berücksichtigt, weil sie nicht zum „Universum“ der von Oekom untersuchten Firmen gehören. Die Agentur deckt für alle Branchen die weltweit größten Unternehmen ab. Sie bewertet die ausgewählten Konzerne nach ökologischen und sozialen Kriterien. Dabei werden zum Beispiel die Entsorgbarkeit der Produkte und die Verwendung erneuerbarer Energien einbezogen, aber auch Arbeits- und Managementstandards. Ökonomische Kriterien bleiben außen vor.

Insgesamt 186 Unternehmen wurden in ihrer jeweiligen Branche als führend ermittelt und in einem „Best-in-Class“-Portfolio zusammengefasst. Darunter befinden sich auch 28 namhafte deutsche Unternehmen. Drei Beispiele: BMW verdankte die Aufnahme der hohen Arbeitsplatzsicherheit, den internationalen Arbeitsstandards und dem guten Umweltmanagement. Die Deutsche Telekom bestach, weil sie in ihren Investitionsrechnungen alle externen Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes bis zur Entsorgung berücksichtigt. Und die Hypo-Vereinsbank überzeugte, weil sie bei ihrer Kreditvergabe soziale und ökologische Kriterien auf Seite des Kunden einbezieht.

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