Auf dividendenstarke Aktien setzen
Vermögensberater machen Anlegern Mut

Aktien und Rohstoffe sind die attraktivsten Vermögensformen im kommenden Jahr. Das belegt eine Umfrage des Handelsblatts unter elf unabhängigen Geldverwaltern. Nach Einschätzung der Experten liegt das größte Risiko in einer Eskalation der Kreditkrise und einem Abdriften in die Rezession. Die Fachleute empfehlen aus diesem Grund, sogenannte strukturierte Produkte und Produkte mit Bonitätsrisiken zu meiden.

FRANKFURT. „Die beträchtlichen Konjunkturrisiken in den USA werden immer noch unterschätzt“, sagt Eberhard Weinberger, Vorstand von DJE Kapital. Er hält im Jahresverlauf eine weitere Verschlimmerung der Kredit- und Immobilienkrise für denkbar. „Je schlimmer die Probleme werden, umso stärker dürfte jedoch die amerikanische Notenbank die Geldhähne aufdrehen“, glaubt er.

Laut Peter Schneider, Vorstand von Albrech & Cie, werden sich „die so unter den Teppich gekehrten Probleme umso heftiger zurück melden“. Seiner Prognose zufolge „verliert deshalb der US-Dollar im nächsten Jahr weitere Vertrauenspunkte". Schneider peilt die Marke von 1,55 Dollar je Euro an (siehe Tabelle).

Eine Politik der offenen Geldhähne würde zeitversetzt auch wieder mehr Inflationsrisiken bedeuten. Diese Einschätzung teilen einige Fachleute. „Wegen der Kreditkrise und der damit verbundenen Notenbankaktionen gehen wir von weltweit steigenden Inflationszahlen aus“, meint etwa Verwalter Lutz Gebser.

Das Inflationsthema wurde von vielen Börsianern erst vor kurzem erkannt – auch als Problem für den Euro-Raum. „Über drei Prozent im November ist im Vergleich zum Vorjahr der höchste Stand seit 13 Jahren“, sagt Helmut Knestel von Gecam. Sinkende Nominalrenditen für Anleihen im Zusammenspiel mit steigender Inflation bedeuten sinkende Realverzinsungen. „Das treibt die Liquidität in Sachwerte, zu denen wir auch Aktien zählen“, meint der Gecam-Manager.

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