Ausgewogene Anlagestrategie ist das Erfolgsrezept
Reiche legen ihr Geld besser an

Vermögende Privatinvestoren sind dank breiter Streuung ihres Kapitals erfolgreicher bei der Geldanlage als Durchschnittsanleger und wissen außerdem besser über Finanzdinge Bescheid. Beide Thesen werden nicht nur durch Statistiken bestätigt. Sie decken sich auch mit den Einschätzungen breiter Anlegerkreise. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa.

ina FRANKFURT/M. Wie Merrill Lynch und Cap Gemini Ernst & Young im jüngsten „World Wealth Report“ berichtet hatten, konnten Wohlhabende in Europa mit mindestens einer Million Dollar Anlagekapital ihr Vermögen im vergangenen Jahr um 4,8 % steigern. Das Ergebnis wurde trotz hoher Aktienverluste erzielt, beispielsweise einem Rückgang von 37 % im Index Euro Stoxx 50. Fazit: „Vermögende Privatkunden mit einem stärker diversifizierten Portfolio konnten ihr Vermögen offensichtlich besser erhalten als andere Investoren.“

Der gleichen Ansicht sind die rund 1 000 Personen, die Forsa im Rahmen der Studie „Die Psychologie der Geldanlage“ zum Erfolgsrezept der Reichen befragte. Danach glauben 80 %, dass die vermögenden Investoren ihr Kapital trotz Börsencrash in den letzten dreieinhalb Jahren vermehren konnten, weil sie ihr Vermögen auf mehrere Anlageformen verteilten, etwa auf Immobilien, Anleihen, Aktien.

Je geringer das Einkommen der Befragten, desto mehr Probleme haben sie, mit Finanzbegriffen umzugehen. Von der „Asset Allocation“, der ausgewogenen Strukturierung eines Anlageportfolios, haben 91 % der Anleger mit einem Monatseinkommen unter 2 000 € noch nie etwas gehört. Bei den Anlegern oberhalb von 4 000 € sieht es schon etwas anders aus. Hier beträgt der Anteil 73 %. In der ersten Einkommensgruppe können 60 % der Befragten beispielsweise mit dem Begriff Hedge-Funds nichts anfangen. Das sind bei den besser Verdienenden nur 36 %.

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