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Wie die richtige Dividendenstrategie aussieht

Spekulation oder solide Geldanlage - wo liegt die Grenze? Anleger sollten gut zwischen spekulativen Kursgewinnen und längerfristiger Dividende differenzieren.

FrankfurtEs ist die Frage, die Investoren und Wissenschaftler gleichzeitig seit Jahrzehnten beschäftigt: Wie lange ist eine Aktie Spekulationsobjekt? Und ab wann wird sie zum Anlageobjekt? Vieles wurde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten dazu veröffentlicht. Zumindest in einem besteht Einigkeit: Wer Aktien kürzer als ein Jahr hält, der macht dies aus Spekulationsgründen. Oder anders ausgedrückt: Er will Kursgewinne sehen. Das exakte Timing für den Kauf ist dann wichtig, steht doch der Kursgewinn im Vordergrund.

Für Investoren, die Aktien als Langfristanlage betrachten, sind solche spekulativen Strategien unwichtig. Das trifft also auch auf diejenigen Anleger zu, die für die Altersvorsorge auf Aktienebene etwas tun wollen. Für sie zählt viel stärker der Blick auf die Dividende. Sie ist die zweite Komponente neben möglichen Kurssteigerungen, die die Anlage in Aktien attraktiv macht. Die Dividende federt zudem die Turbulenzen ab, von denen es in den vergangenen Jahren ja immer mehr gegeben hat.

Langfriststudien haben ergeben, dass eine solide und anschließend wieder angelegte Dividende vieles wettmacht, was es in der Zwischenzeit an Verwerfungen an den Aktienmärkten gab. Ab einer Haltedauer von fünf Jahren ist der Punkt erreicht, an dem das richtige Timing für den Einstieg kaum noch eine Rolle spielt. "Eine der bemerkenswertesten statistischen Eigenschaften von Dividenden ist ihr Einfluss, den sie auf lange Sicht auf die Aktienrendite haben", sagt Oliver Plein, der für die Aktienanlage zuständige Leiter bei der Fondsgesellschaft DWS.

Der Hintergrund dieser Aussage ist klar: Anleger sollten die Dividende nicht als Belohnung für das erfolgreiche Investieren verstehen und die Urlaubskasse damit auffüllen oder zum Shoppen gehen. Dividenden sollten gleich wieder angelegt werden - und zwar in dieselben Aktien. Das haben Wissenschaftler über Jahrzehnte hinweg eindrucksvoll bewiesen. Kenneth R. French, Finanzprofessor an der Tuck School of Business in Hanover/New Hampshire, hat berechnet, wie sich Aktien im breit gestreuten amerikanischen Leitindex S&P 500 ab dem Jahr 1926 bis heute entwickelt hätten, wenn die Dividende gleich wieder angelegt oder alternativ konsumiert worden wäre.

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