Aussichten der Konzerne sind gut
Ölkonzerne locken mit hohen Ausschüttungen

Der britische BP-Konzern erwirtschaftete 2004 dank der rasant gestiegenen Energiepreise den höchsten Jahresgewinn, den je ein britisches Unternehmen erzielt hat. Der amerikanische Konkurrent Exxon-Mobil schaffte es immerhin zum zweithöchsten Ertrag in der US-Geschichte. Als Lohn ist der Branchenführer mit einer Kapitalisierung von über 300 Mrd. Dollar zum schwersten börsennotierten Konzern der Welt aufgestiegen.

HB DÜSSELDORF. Die Analysten von Morgan Stanley halten die Branche für „so gesund wie nie zuvor“. Kein Wunder, denn trotz ihrer schieren Größe wirtschaften die Multis diszipliniert und auf Rendite orientiert. Exxon regiert heute eine „schlankes Reich“, mit etwa der gleichen Anzahl der Beschäftigten wie vor der großen Fusion mit Mobil 1998.

Trotz der Gewinnsprünge haben die Aktienkurse der Giganten in den vergangenen Wochen gelitten: Seit ihren Jahreshöchstständen im März, als auch der Ölpreis zu neuen Rekordwerten auflief, mussten die Kurse der Multis mit Verlusten leben. Etwas enttäuscht reagierten die Anleger Ende vergangener Woche auch auf die Zahlen von Exxon, weil der US-Konzern mit einer Gewinnsteigerung von 44 Prozent im ersten Quartal des Jahres die Erwartungen leicht verfehlte.

„Die Konzerne wurden zu Unrecht abgestraft“, sagt Dennis Nacken von Helaba Trust. Er sieht vor allem für die europäische Öl-Branche noch Kurs-Potenzial, darunter auch für den zweitgrößten Multi Europas, den niederländisch-britischen Konzern Royal Dutch/Shell. Im Juni werden die Aktionäre auf der Hauptversammlung die Fusion der beiden Muttergesellschaften Royal Dutch und Shell Transport Trading beschließen. Die Listung mit zwei getrennten Papieren hätte damit auch ein Ende.

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