Aussitzen von Verlusten ist keine Lösung
Anlagestrategie: Gesunde Finanzen

Die Deutschen misstrauen der Aktie. Zu sehr schmerzen die seit dem Jahr 2000 aufgelaufenen Verluste. Doch aussitzen ist keine Lösung. Voran kommen Anleger nur mit der richtigen Strategie.

Die pensionierte Wissenschaftlerin ist der Verzweiflung nahe. Gut 300.000 Euro vertraute sie 1999 einer deutschen Großbank an, ihr gesamtes Vermögen: eine ausbezahlte Lebensversicherung, das Erbe ihres verstorbenen Mannes, die Ersparnisse. Dann kamen die Jahre 2000, 2001 und 2002. Das Vermögen schmolz dahin. Und zwar kräftig: Knapp 130.000 Euro sind heute noch übrig - "zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel", klagt die 64-Jährige.

Fast 240.000 Euro hatte die Bank in Aktienfonds gesteckt - natürlich alles Produkte der hauseigenen Tochtergesellschaft. "Der Rest war in Immobilienfonds angelegt", erzählt die Münchnerin, "alles Sachen, von denen es hieß, sie seien sicher." Jetzt versucht sie, wenigstens ihren bescheidenen Lebensstandard zu halten. Zwar wohnt sie mietfrei im eigenen Einfamilienhaus. Doch weil sie lange Pausen im Beruf machte, "ist meine staatliche Rente so klein, dass ich noch etwa 800 Euro monatliche Rendite aus meinem Vermögen bräuchte".

Das klingt nicht nach großen Ansprüchen - und dürfte dennoch kaum zu schaffen sein. "Angesichts ihres Alters und der niedrigen Einkünfte muss die Anlegerin ihr Verlustrisiko jetzt auf nahe null begrenzen", erklärt Bert Flossbach, Vorstand der Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch in Köln, "kein seriöser Anlageberater kann ihr die benötigte Rendite von etwa acht Prozent pro Jahr versprechen."

Kopf-in-den-Sand-Strategie

Der Fall ist ebenso traurig wie typisch. "Die meisten Anleger sind in den späten Neunzigerjahren zum ersten Mal überhaupt in Aktien gegangen und wurden kalt erwischt", weiß Joachim Paul Schäfer von Deutschlands ältester unabhängiger Vermögensverwaltung PSM. Dann lief es meist wie bei der Münchnerin: Zunächst beschwichtigte die Bank ("alles nur zwischenzeitliche Verluste"); Aktien und Fondsanteile wurden nicht selten kräftig nachgekauft.

Der Aktienanteil der Vermögen stieg dadurch prozentual immer weiter - absolut rutschten sie immer tiefer in die Verlustzone. Als das Minus im Depot dann jenseits der Schmerzgrenze angelangt war, steckten viele Anleger einfach den Kopf in den Sand. "Mein Depot sehe ich mir lieber erst in zehn Jahren wieder an", sagt auch die Münchnerin, "vielleicht bin ich bis dahin ja wenigstens wieder auf null - es lief ja zuletzt schon wieder ganz gut."

Viel Schrott im Depot

Vielleicht - nur sehr realistisch ist das nicht. Zwar hat das gute Börsenjahr 2003 vielen wieder Hoffnung gemacht; die Verluste vergangener Jahre sind tatsächlich teilweise aufgeholt. Doch es läuft eben längst nicht gut genug. Denn wer hofft, zügig wieder auf null zu kommen, ignoriert eine mathematische Banalität: Wer zuvor 50 Prozent verloren hat, muss nicht 50, sondern 100 Prozent Zuwachs erwirtschaften, um seine Einstiegskurse zu erreichen. Das ist mit vielen Depots in ihrer heutigen Zusammensetzung nahezu unmöglich. Es hilft nichts: Großreinemachen ist angesagt. Jedes einzelne Investment muss auf den Prüfstand: Würde ich diese Aktie oder jenen Fonds heute noch kaufen? "Die Antwort darf nur auf den Zukunftsaussichten basieren - und nie darauf, ob ich mit dem Papier gewonnen oder verloren habe", bringt Flossbach die Sache auf den Punkt.

Doch das übersteigt die psychischen Kräfte der meisten verlustgeplagten Anleger. Denn wer eine Aktie mit Verlust verkauft, muss sich eine bittere Niederlage eingestehen. Die - wenn auch theoretische - Möglichkeit, ungeschoren aus dem schlechten Investment herauszukommen, ist ein für alle Mal perdu. Meist ist ein Verkauf aber die einzige Möglichkeit, wenigstens künftige hohe Kursrisiken zu vermeiden. Zu viel Schrott haben die Anleger in den vergangenen Jahren angesammelt: Zu viele ähnliche Aktienfonds, die teilweise dieselben Werte enthalten; zu viele fast wertlose Aktienpositionen, die auf Geheimtipps von Bekannten hin gekauft wurden, dazu meist noch kostenintensive, aber renditeschwache Immobilien- und Garantiefonds.

Infineon: Kurs müsste sich verzwölffachen

Beispiel Infineon - noch immer eine der häufigsten Aktienpositionen in den Depots deutscher Privatanleger. Viele schleppen damit Verluste von 80 Prozent und mehr herum: Selbst wenn Infineon sich in den kommenden zwei Jahren verdreifachte - was zweifelhaft ist - blieben noch immer mehr als 70 Prozent Verlust seit Mitte 2000. Die Aktie müsste sich fast verzwölffachen, um ihren alten Höchstkurs wieder zu erreichen. "Wie wenig Hoffnung auf solch eine Entwicklung besteht, leuchtet den meisten Anlegern noch ein", sagt Tom Friess, Leiter des Finanzberaters VZ Vermögenszentrum, "aber sie halten an solchen Papieren fest, eben weil sie doch schon wieder ein Stück aufgeholt haben."

"Die Depotstruktur ist häufig eher eine Ansammlung früherer Bauchentscheidungen als von Systematik bestimmt", hat Flossbach beobachtet, "das Durcheinander ist meist über Jahre gewachsen." Da ist mal eine Lebensversicherung ausbezahlt und mal eine kleine Erbschaft gemacht worden. Dann gehen die Anleger zur Bank und fragen, wie sie das Geld anlegen sollen. So entsteht ein Wildwuchs, in dem Chancen und Risiken ungünstig verteilt sind. Da findet sich neben dem Deutschland- auch der Europa-Aktienfonds. Risiken werden so nicht gestreut, sondern gebündelt, weil beide zum Beispiel in SAP und Siemens investieren.

"Mit so einer Mischung kann man mit etwas Glück noch einmal 20 Prozent gut- machen", sagt Friess, "doch das Verlustrisiko ist ungleich höher." Denn die Aktien, die zuvor am schlimmsten abgeschlachtet wurden, sind selten die, die danach am stärksten wieder steigen.

Die richtige Strategie finden

Friess zufolge sind die wichtigsten Fehlentwicklungen in den Depots der deutschen Privatanleger:

  • Verluste aussitzen wollen
  • einseitige Verteilung der Gelder auf eine der Anlageklassen Aktien, Renten und Immobilien
  • keine langfristige Strategie.

Vor allem der dritte Punkt liegt Friess am Herzen: "Wer ohne Strategie agiert, investiert immer nur ad hoc", sagt der Schweizer, "die meisten Anleger hören mal hier, mal da von einem Produkt und kaufen es - ohne zu prüfen, ob es zu ihren persönlichen Anlagezielen passt." Aber nur, wer sich über seine Sparziele im Klaren ist, hat überhaupt Maßstäbe für die Resultate seiner Bemühungen und erkennt Situationen, die eine Kurskorrektur nötig machen. Allemal besser, als jedes Mal zur Bank zu laufen, wenn gerade Geld übrig ist, wäre es, die Mittel erst einmal in Cash zu parken und dann sukzessive anhand der zuvor festgelegten Depotstruktur (Aktien, Bargeld, Anleihen und Immobilienanteile) zu investieren.

Depotstruktur je nach Lebensalter

Wie aber findet man die passende Gesamtstruktur? Wichtigster Parameter ist das Lebensalter. Als Faustregel gilt: Je älter der Anleger, desto mehr sollte er prozentual in sichere Anlagen wie Staatsanleihen und Bargeld investieren. Schließlich kann er sich nicht leisten, bei einer lang anhaltenden Baisse auf dem Aktienmarkt seine Aktien und Aktienfonds zur Unzeit verkaufen zu müssen, weil er das dort angelegte Geld für die Rente braucht.

Einem 30-Jährigen dürfte dagegen selbst bei pessimistischer Marktprognose genügend Zeit bleiben, zwischenzeitliche Aktienverluste wieder aufzuholen. Eine beliebte Formel lautet daher "Aktienanteil im Depot = 100 minus Lebensalter". Faktor zwei ist die persönliche Risikoneigung: "Auch mit 35 wird sich ein konservativer Anleger mit einem sehr hohen Aktienanteil im Portfolio nicht wohl fühlen", sagt Schäfer, "dann sollte er das auch nicht tun."

Grundsätze der Vermögensanlage

Grundsätzlich gilt: Nur Geld, auf das man mindestens zehn Jahre lang verzichten kann, darf in Aktien (und Aktienfonds). Denn Aktien bringen zwar auf lange Sicht mehr Rendite, aber auch mehr Risiken mit sich als etwa Rentenpapiere. Ein Rechenbeispiel der HypoVereinsbank: Ein Depot mit einem Aktienanteil von 20 Prozent brachte in 30 Jahren eine jährliche Rendite von etwa acht Prozent (vor Gebühren und Steuern); ein extrem hoher Aktienanteil von 80 Prozent hätte zwar im Schnitt 10,4 Prozent gebracht, dafür waren die Risiken viel höher: Während das aktienarme Depot selbst in den schlechtesten Jahren nie mehr als 3,2 Prozent verlor, lag der zwischenzeitliche Verlust des aktienlastigen Depots bei fast 30 Prozent. "Das heißt nicht, dass der Aktienanteil möglichst gering sein sollte", meint Friess, "es bedeutet aber, dass man für aktienlastige Depots einen langen Zeithorizont mitbringen sollte."

Auch Friess hat verschiedene Anlagezeiträume seit 1969 untersucht und dabei festgestellt, dass reine Aktiendepots erst nach zehn Jahren relativ sicher im Plus landeten, egal, wie der Einstiegszeitpunkt gewählt war. Dagegen landeten die Aktionäre mit etwas Pech beim Timing nach drei, fünf und sogar acht Jahren noch ziemlich oft im Minus. Grundlage der Untersuchung war der Aktienindex MSCI World.

Risiken streuen

Risiken zu streuen ist für Anleger unerlässlich. Die Vorteile einer breiten Streuung hat William Sharpe bereits 1964 theoretisch belegt und dafür später den Nobelpreis bekommen. Seitdem haben sich seine Erkenntnisse in der Praxis weit gehend bestätigt. Grob vereinfacht besagt die Sharpe-Theorie, dass langfristig erfolgreicher anlegt, wer sein Vermögen möglichst breit auf die Anlageklassen Aktien, Renten, Bargeld, Immobilien und Rohstoffe verteilt.

Dahinter steckt die Erkenntnis, dass sich Verlustrisiken innerhalb einer Anlageklasse nie ganz ausschließen lassen. Auch wer sein Vermögen auf sehr viele Aktien verteilt, erleidet bei einem richtigen Crash massive Verluste. "Zwar haben die meisten Anleger erkannt, dass man seine Altersvorsorge nicht nur auf einer oder zwei Aktien aufbauen kann", sagt Friess; nach wie vor sei die Streuung der Gelder jedoch fast immer einseitig. "Die Leute kaufen zu viel von dem, was sie kennen", pflichtet Flossbach bei. "Der Aktienfan hat zu viele Aktienfonds, und wer auf Immobilien schwört, hat nicht selten neben dem eigenen Häuschen noch 50 oder 60 Prozent in Immobilienfonds."

Höhe des Aktienanteils

Kleinere Vermögen konzentrieren sich meist entweder auf Aktien oder Kapitallebensversicherungen, hat Friess beobachtet. Struktureller Nachteil: "Die einen sind zu riskant, die anderen rentieren zu schwach", so der Anlageexperte. Sein Tipp: Kapitalanlage und Lebensrisiko trennen, das heißt, statt der Kapitallebensversicherung eine (viel billigere) Risikolebensversicherung abschließen und das gesparte Geld in Aktien, Renten und Bargeld anlegen, deren Renditen meist besser sind. Die Grenzen der Streuung sind dort erreicht, wo entweder die Gebühren aus dem Ruder laufen oder der Anleger den Überblick verliert. "Mehr als zehn Einzelaktien braucht niemand", sagt Schäfer, "lieber weniger Titel, diese aber sorgfältig auswählen."

Womit der Anleger mitten in den Tücken der Auswahl steckt. Wer auch hier eine einfache Grundregel beherzigt, hat viel gewonnen: "Der Aktienanteil im Gesamtdepot sollte möglichst über Jahre konstant gehalten werden; die einzelnen Aktien darin aber müssen regelmäßig auf den Prüfstand", rät Schäfer, "mindestens alle sechs bis acht Monate." So vermeiden Anleger, zu lange an verlustreichen Aktien festzuhalten, aber auch, zu viel im Depot herumzuschichten, was die Performance mindert.

Aktien - Chancen und Ängste

Derzeit spricht vieles für Aktien. "Man müsste den Schrott aus den Depots kehren und auf die richtigen neuen Aktien setzen; das Sparbuch bringt uns ebenso wenig weiter wie die alten Technologiewerte, die 90 Prozent Verlust mit sich herumschleppen", sagt Flossbach, "dank der Zurückhaltung vieler Investoren tun sich Chancen für langfristig und wertorientierte Anleger auf."

Doch gegenüber Aktien sind die deutschen Anleger skeptischer denn je. Viele halten an ihren verlustreichen Investments aus den Jahren 1998 bis 2000 fest und schrecken gleichzeitig vor Neuanlagen zurück, wie eine Untersuchung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) von Ende Juli ergab. "Die Enttäuschung über die Kursverluste sitzt offenbar sehr tief", sagt DAI-Chef Rüdiger von Rosen. So ist die Zahl der Aktionäre in den ersten sechs Monaten 2004 weiter von 11,1 Millionen auf 10,6 Millionen gesunken; 2001 gab es in Deutschland noch 13,4 Millionen Aktien- und Aktienfondsbesitzer.

Neue Chancen

Dabei vergeben die Anleger möglicherweise eine gute Chance, wenigstens Teile ihrer Verluste wieder wettzumachen. "Die meisten Privatanleger investieren immer erst, wenn der Dax mal wieder 1000 Punkte in wenigen Monaten zugelegt hat", glaubt Schäfer. Dabei ist es einfach vernünftiger, den Dax jetzt zu kaufen als bei 5000 Punkten - zumal die Gewinne der Unternehmen derzeit überwiegend gut bis sehr gut ausfallen und der Aktienmarkt trotzdem so günstig bewertet ist wie seit Jahren nicht mehr. Die Weltwirtschaft könnte zwar mit einem Wachstum von fast fünf Prozent bald ihren Höhepunkt erreicht haben; und angesichts des schon fortgeschrittenen Konjunkturzyklus’ sollte man auch nicht mehr den breiten Markt kaufen. "Achten Sie aber nicht so sehr auf kurzfristige Branchen- oder Konjunkturprognosen", rät Murdo Murchison, Manager des Templeton-Growth-Fund, "für langfristig orientierte Anleger sind andere Fragen entscheidend: Welchen Leumund hat das Management? Sind die Produkte top? Ist die Bilanz gesund? Fließen netto Barmittel zu?"

Wer diese Punkte beachtet, landet oft in Branchen wie Energie, Versorger, Nahrungsmittel. Flossbach empfiehlt dividendenstarke Titel. "Bei einer Nettorendite von über fünf Prozent kann man sogar dem alten Kostolany-Mantra ,kaufen und liegen lassen‘ wieder etwas abgewinnen", sagt er. In der Tat: Selbst lang laufende Anleihen erreichen diese Rendite derzeit nach Steuern nicht. Dividendenstarke Titel mit guten Marktchancen und gesunden Finanzen finden sich nicht nur unter Versorgern wie E.On, Ölwerten wie Total oder nichtzyklischen Konsumwerten wie Nestlé und Unilever. "Auch einige Telefonkonzerne sind wieder interessant", sagt Flossbach. "Die Bewertung ist günstig, der Cash-Flow steigt und die Verschuldung sinkt. Außerdem gibt es auch wieder Dividenden." Flossbachs Favorit ist Vodafone. Aber auch Aktionäre der Deutschen Telekom dürften das Schlimmste hinter sich haben. Immerhin, ein Trost: Wenigstens eine Verlustaktie aus dem Boom, an der man festhalten kann.

Investmentfonds - Exoten meiden

Die Idee ist einfach: Wer sich nicht selbst um die Auswahl einzelner Aktien kümmern will oder kann, der gibt sein Geld in die Hände eines Experten. Der Fondsmanager kennt als Vollzeitprofi sein Metier - so die Theorie - und hat gegenüber einzelnen Privatanlegern den Vorteil, größere Mittel aus einem Pool vieler Anleger breiter streuen zu können, als das mit einem durchschnittlichen Privatvermögen möglich wäre. Doch in der Praxis haben viele Aktienfonds in den Baissejahren 2001 und 2002 genauso viel verloren wie die selbst gestrickten Portfolios der Privatanleger.

Also doch lieber keine Fonds? Nicht unbedingt. Aber man sollte sie richtig einsetzen; viele Anleger hegen falsche oder überzogene Erwartungen. Irrtum Nummer eins: Ein Fondsmanager will nicht um jeden Preis in jedem Jahr eine positive Rendite einfahren; er gilt dann als gut und kassiert einen Bonus, wenn es ihm gelingt, seinen Vergleichsmarkt (Benchmark) zu schlagen. Das heißt: Der Europafonds versucht, besser abzuschneiden als der europäische Aktienindex Stoxx 50, der deutsche Aktienfonds besser als der Dax. Obwohl dies guten Fonds meist gelingt (längst nicht allen), können sie in schlechten Börsenjahren tief im Minus landen. Denn Fonds sind meist zu über 95 Prozent investiert; fällt in einer Baisse der breite Markt, können sie kaum gegensteuern. Deshalb müssen Anleger unbedingt selbst dafür Sorge tragen, dass sie Teile ihres Vermögens als Bargeldpolster halten. Der Fondsmanager übernimmt entgegen einem gängigen Vorurteil diese Aufgabe nicht. In einen Dax-Aktienfonds darf also nur Geld gesteckt werden, das ein Anleger tatsächlich zu 100 Prozent in Dax-Aktien investieren möchte.

Wie Aktien sollten auch Fonds sich nicht zu ähnlich sein. Häufig enthält der European Growth Fonds die gleichen Aktien wie der Technologie- oder Telemedien-Fonds; so entstehen Klumpenrisiken im Depot. Auch zu eng definierte Themen- oder Branchenfonds wie Biotechnologie oder Logistik dienen mehr den Marketingabteilungen der Banken als der vernünftigen Risikostreuung des Privatanlegers. Ansonsten machen Fonds viel Sinn, vor allem für kleinere Vermögen. Hier sind zwei Fonds - ein Renten- und ein Aktienfonds - allemal besser als zwei Aktien und zwei Anleihen. Dann aber möglichst universell investierende Fonds verwenden und exotische Spezialisten wie den Rentenfonds Emerging Markets oder den Aktienfonds Nanotechnologie meiden.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 38 vom 09.09.2004 Seite 190

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