Auswahlindizes
Bayer zielt auf den Stoxx 50

Es wird spannend an Europas Börsen: Am 5. September wird erneut über die Zusammenstellung einiger Auswahlindizes entschieden. Während Bayer um die Aufnahme in den eruopaweiten Index Stoxx 50 kämpft, kommt auch in deutschen Nebenwerte allmählich Bewegung. Doch wer sind die Kandidaten für Auf- und Abstieg?

FRANKFURT. Die teils heftigen Kursbewegungen, die in dieser Woche bei manchen europäischen Marktschwergewichten, aber auch bei deutschen Nebenwerten zu beobachten sein werden, haben einen einfachen Grund: Sowohl bei den großen europäischen Auswahlindizes Stoxx 50 und Euro Stoxx 50, als auch bei den deutschen Marktbarometern Dax, MDax, TecDax und SDax entscheiden die Kursverläufe der laufenden Woche mit über Auf- und Abstieg bei der jeweiligen Indexentscheidung in der kommenden Woche.

"Vor allem bei Werten, bei denen die Entscheidung noch nicht gefallen ist, dürfte es spürbare Bewegung geben", sagt Christian Stocker, Index-Experte der Hypo-Vereinsbank (HVB). Zu diesen zählt Bayer. Nachdem es lange Zeit sehr gut aussah, können die Leverkusener nach aktuellem Stand nicht mehr den Aufstieg in den europaweiten Auswahlindex Stoxx 50 schaffen. Ganz im Gegenteil zur italienischen Bank Intesa Sanpaolo, deren Aufstieg als sicher gilt.

Klick für Klick: Der Kursverlauf der Auf- und Abstiegskandidaten

Zugute kommt Bayer aber, dass es derzeit mit dem britischen Versicherer Aviva und der französischen Carrefour-Gruppe zwei Kandidaten gibt, die den Abstieg kaum vermeiden können. Zugute kommt Bayer zusätzlich, dass der Wettbewerber Sanofi-Aventis, der Ende Juli noch die besten Karten hatte, inzwischen zurückgefallen ist. Anders als bei den deutschen Indizes geht bei den europäischen Barometern die Branchengewichtung mit ein. Würde Sanofi-Aventis den Aufstieg schaffen, wäre Bayer aus dem Rennen.

Für Bayer wäre der Aufstieg in die europäischen Top-50 zwar ein bedeutender Schritt, dennoch dürfte sich die Zahl zusätzlicher Investoren, die sich anschließend für die Aktie interessieren, in Grenzen halten. Grund ist, dass es auf den Stoxx 50 im Gegensatz zum Euro Stoxx 50 nur wenige Produkte wie Indexfonds gibt. Weil in den Stoxx 50 nicht nur Werte aus dem Euro-Raum, sondern auch aus Großbritannien und der Schweiz eingehen, scheuen die Anbieter das Währungsrisiko. Im populäreren Euro Stoxx 50 ist Bayer vertreten.

Im Euro Stoxx 50 eignen sich die Aktien der beiden französischen Unternehmen Vinci und Lafarge in dieser Woche für Spekulanten. Denn die Aktie des weltgrößten Bauunternehmens Vinci könnte die des Zement-Herstellers Lafarge ersetzen. Jedoch ist der Aufstieg laut Manfred Jaisfeld von der Essener National-Bank noch nicht gesichert. Ganz im Gegenteil zum Stahl-Produzenten Arcelor-Mittal, der den niederländischen Einzelhändler Ahold verdrängen dürfte.

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