Bahn-Aktien
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In Deutschland geht die Teilprivatisierung der Bahn in die entscheidende Runde - in den USA ist sie bereits ein alter Hut. Schon seit knapp 30 Jahren sind dort die Bahngesellschaften an der Börse notiert, und das derzeit mit großem Erfolg. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

STUTTGART. In Deutschland geht die Teilprivatisierung der Bahn in die entscheidende Runde - in den USA ist sie bereits ein alter Hut. Schon seit knapp 30 Jahren sind dort die Bahngesellschaften an der Börse notiert, und das derzeit mit großem Erfolg: Seit Jahresbeginn hat etwa das größte Eisenbahnunternehmen Union Pacific um zwölf Prozent zugelegt und erreichte nun ein Fünfjahreshoch von über 149 Dollar. Die Banken rechnen mit weiteren Zuwächsen: Ein Aufwärtspotenzial von fast 15 Prozent erwartet etwa Rick Paterson von UBS Investment Research; insgesamt raten neun von 16 Analysten zum Kauf der Titel.

Zwar lasten die steigenden Energiepreise auch auf den Bahngesellschaften und damit auf Union Pacific, deren Streckennetz mehr als 50 000 Kilometer Gleise in 23 US-Staaten umfasst. Doch anders als andere Transportunternehmen hat die Gesellschaft zwei große Vorteile: Erstens stehen bei Union Pacific derzeit eine Reihe von Langzeit-Verträgen zur Nachverhandlung aus, bei denen auch ein Großteil der Benzinkosten auf den Kunden umgewälzt werden sollen. Und zweitens sind Güterzüge beim Spritverbrauch wesentlich effizienter als Lastwagen. Um die gleiche Menge an Gütern zu bewegen, benötigen die Bahnen im Schnitt nur ein Drittel an Benzin. Je teurer der Treibstoff also an den Tankstellen wird, desto mehr Firmen wechseln von der Straße auf die Schiene, sagen Experten.

Damit sind dem Aufwärtstrend erst einmal keine Grenzen gesetzt - in den USA spricht man bereits seit längerem von einer "Rail Renaissance", also einer Wiedergeburt des Schienen-Güterverkehrs. Keith Schoonmaker vom Investmentberater Morningstar erwartet, dass die Bahngesellschaften "zumindest noch einige Jahre lang" ihre Preise selbst bestimmen können, weil die Nachfrage so hoch bleiben wird. Union-Pacific-Chef Jim Young kündigte auf der jüngsten Bilanzkonferenz an, man werde die Preise in diesem Jahr um mindestens fünf Prozent anheben.

Die Abnehmer scheint das nicht zu schrecken: Union Pacifics Kunden fragen nach Youngs Worten derzeit ausnahmslos an, wo und wie stark das Unternehmen sein Streckennetz ausbaut - weil sie in Zukunft noch mehr Güter als bisher über die Schiene ans Ziel bringen wollen.

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