Bankstrategen erwarten für die nächsten Monate weiter steigende Kurse an den Börsen
Gute Aussichten für Aktien

Die Aktienkurse klettern, und die Bankstrategen schauen optimistisch ins Jahr 2004. Zumindest für die nächsten Monate gehen viele Aktienstrategen davon aus, dass die Kurse an den großen Aktienmärkten auf Grund des sich langsam festigenden Konjunkturaufschwungs in den USA wie auch Europa weiter klettern. Daher empfehlen Bankstrategen Anlegern, Aktien vorerst weiter überzugewichten.

FRANKFURT/M. Für die europäischen und US-Märkte sieht Klaus Martini, Global Chief Investment Officer für Privatkunden der Deutschen Bank, noch Kurspotenzial von 10 bis 15 %. „Bis zur Mitte des Jahres kann der Deutsche Aktienindex bis auf 4 500 Punkte klettern“, sagte er in Frankfurt. Damit gehört Martini zu den optimistischsten Strategen. Andere wie Gerhard Schwarz von der Hypo-Vereinsbank erwarten beim Dax in den nächsten Monaten einen Anstieg bis auf 4 150 Punkte. Zusätzliche Impulse können nach Ansicht von Schwarz vor allem Überraschungen bei den Firmengewinnen 2004 und 2005 liefern. Die Wirtschaftserholung sei bereits großenteils eingepreist. Auch Martini hält den deutschen Aktienmarkt zwar noch nicht für übermäßig teuer. Doch die längerfristigen durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnisse hätten bereits die hohen Niveaus vom Anfang der 90er Jahre erreicht. Ohne Wachstumseuphorie sei nur noch wenig Spiel drin, meint er. Noch für günstig bewertet hält Dax-Titel hingegen Horst Soulier, Leiter Aktienresearch bei der Landesbank Baden-Württemberg. Die Nachhaltigkeit der Konjunkturerholung stecke noch nicht in den Kursen, meint er. Sein Dax-Ziel zum Jahresende: 4 400 Punkte.

Inflationsrisiken dürften die Aktienmärkte vorerst kaum beeinträchtigen. In der Euro-Zone wird für 2004 von einer Inflationsrate von 1,5 bis 1,8 % ausgegangen. Allerdings steigen die Inflationserwartungen im Verlauf von 2004, wenn Konjunktur und Lohnstückkosten weiter anziehen und der öffentliche Kreditbedarf hoch bleibt, wie Helmut Kaiser, Chief Investment Strategist bei der Deutschen Bank, erklärt. Folglich dürften die US-Notenbank ab Frühsommer und die Europäische Zentralbank im zweiten Halbjahr die Leitzinsen anheben, erwarten viele Beobachter. Dies und eine nachlassende US-Wachstumsdynamik auf Grund der sich abschwächenden Effekte der expansiven Fiskal- und Steuerpolitik Bushs könnten den Aktienkursen einen Dämpfer erteilen. Daher empfehlen die Deutsche Bank und die ING BHF Bank, im weiteren Jahresverlauf die Aktienquote im Depot wieder etwas zurückzunehmen.

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