Berkshire Hathaway: Warren Buffett enttäuscht seine Aktionäre

Berkshire Hathaway
Warren Buffett enttäuscht seine Aktionäre

Der legendäre Investor aus den USA lag mit seinem Branchenmix im Jahr 2015 nicht sehr gut: Die Aktie seiner Holding Berkshire Hathaway sackte deutlich ab. Die Erfahrung zeigt: Solche Dellen macht er schnell wieder wett.

New YorkIm Juni 2014 verkündete Warren Buffett: „Wir haben Milliarden und Milliarden und Milliarden ins Energiegeschäft investiert. Und wir machen damit weiter, soweit das Auge reicht.“ Keine so gute Idee aus heutiger Sicht.

Die Energiepreise liegen am Boden, die gesamte Branche fährt ihre Investitionen zurück, die Anleger misstrauen dem Sektor. Rund 30 Prozent der 545 Milliarden Dollar schweren Bilanz von Berkshire Hathaway stecken in dem Sektor „Eisenbahnen, Versorger und Energie“, wobei auch die Versorger und sogar die Eisenbahn-Transporte von den Energiepreisen abhängig sind.

Der Schwerpunkt in der Energiebranche ist ein Grund dafür, dass die Aktie von Berkshire im abgelaufenen Jahr zwölf Prozent verloren hat, während der breite US-Aktienindex S&P ein Ergebnis knapp unter Null schaffte. Seit 1997 bis einschließlich 2015 lag Buffetts Firma aber nur fünfmal deutlich im Minus und einmal knapp unter Null, die anderen Jahre waren positiv.

Das schlechteste Ergebnis bekamen die Aktionäre 2008 – im Jahr der Finanzkrise – mit einem Minus von 32 Prozent geliefert. Damals stürzte aber die Börse insgesamt ab. Seitdem gab es bis einschließlich 2014 gute Ergebnisse mit 32 Prozent als Höhepunkt im Jahr 2013.

Auch das Jahr 1999, kurz vom dem Platzen der Tech-Blase, war mit minus 22 Prozent sehr schwach. Damals wurden schon Stimmen laut, der berühmte Investor habe seine Magie verloren. Aber im folgenden Jahr lieferte er wieder knapp 29 Prozent ab, und im Jahr zuvor hatte er mit fast 53 Prozent Plus ohnehin den Vogel abgeschossen.

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Zurückhaltung bei Tech-Aktien

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