Bis zu zehn IPOs in diesem Jahr erwartet: Halbleiterhersteller X-FAB wagt Gang an die Börse

Bis zu zehn IPOs in diesem Jahr erwartet
Halbleiterhersteller X-FAB wagt Gang an die Börse

Das Erfurter Halbleiterunternehmen X-FAB Semiconductor Foundries AG will in der ersten Märzhälfte an die Börse gehen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Frankfurter Bankenkreisen. X-FAB wäre damit das erste bedeutendere Unternehmen seit rund zwei Jahren, das den Gang an die Deutsche Börse wagt.

jkn/mm/scc FRANKFURT/M. Das Emissionsvolumen soll im niedrigen dreistelligen Millionenbereich liegen. Konsortialführer ist nach Angaben des „Going Public Magazins“ die Londoner Investmentfiliale des niederländischen Allfinanzkonzerns ING. Im Konsortium vertreten sein sollen auch Commerzbank, DZ Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt. X-FAB wollte sich gestern nicht zu den Börsenplänen äußern. Marktteilnehmer erwarten, dass ebenfalls noch im ersten Quartal 2004 der große süddeutsche Mittelständler Wacker Chemie seine Halbleitersparte an die Börse bringen will. Hier wäre das Emissionsvolumen wesentlich höher als bei X-FAB.

Das Erfurter Unternehmen stellt im Auftrag von Kunden Mikrochips her und beschäftigt im In- und Ausland mehr als 900 Mitarbeiter. Für das abgelaufene Geschäftsjahr liegen noch keine Zahlen vor. 2002 erzielte X-FAB einen Umsatz von 240 Mill. US-Dollar. Damit wäre X-FAB ab dem Spätsommer ein Kandidat für den TecDax.

Zuletzt war vor rund zwei Jahren der Windkraftanlagenbauer Repower gelistet worden. Im vergangenen Jahr hat es hier zu Lande erstmals seit 1968 keinen Börsengang gegeben. Investmentbanker rechnen damit, dass 2004 etwa zehn deutsche Unternehmen den Gang auf das Parkett wagen. Nachdem im vergangenen Jahr der japanische Elektroriese NEC seine Halbleitersparte an die Börse gebracht hat, erwarten Experten 2004 weltweit in der Halbleiterbranche einen Boom an Börsengängen. Der US-Halbleiterspezialist Atheros hat bereits einen Registrierungsantrag gestellt.

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