Bodenbildung offenbar abgeschlossen
Gute Aussichten auf Gewinne für den TecDax

Dass die vergangenen drei Jahre vielen Börsianern hohe Verluste beschert haben, lässt sich kaum deutlicher als am Kursverlauf des – zurückgerechneten – TecDax, dem deutschen High-Tech-Barometer, darstellen. Selbst die ohne Frage heftige Korrektur des Standardwertebarometers Deutscher Aktienindex (Dax) fällt verglichen mit diesem Segment harmlos aus.

FRANKFURT/M. Mittlerweile glauben immer mehr Anleger, dass die Talfahrt vorbei ist. Ein generelles Ende des „Bear Marktes“ ausrufen zu wollen, wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar analytisch kaum zu rechtfertigen, doch mittelfristig sind die Aussichten für Techwerte gut.

Bemerkenswert war etwa, dass dem TecDax der Sprung über die Marke von 460 Punkten gelang. Dieser zweifelsohne ausgeprägte Widerstand hatte den „Bullen“ – also den Börsenoptimisten – über mehrere Wochen hinweg den Weg versperrt. Zugleich ist damit mittelfristig eine Bodenbildungsphase abgeschlossen. Dank dieser verfügt der Index jetzt über ein aus technischer Sicht solides Fundament, was weitere Hoffnungen auf Kursgewinne schürt. Erfahrungsgemäß schließen sich einer solchen – als Kaufsignal zu verstehenden – Entwicklung weitere Impulse an. Das verspricht auch in den kommenden Wochen und Monaten eine anhaltend freundliche Grundtendenz.

Im ersten Schritt sollte es dem Index gelingen, bis in eine breite, von 530 bis 570 Punkten reichende Zone vorzudringen, in der dann zumindest vorübergehend eine Konsolidierungspause anstehen könnte. Insgesamt aber dürfte das Potenzial hier noch nicht erschöpft sein. Auf Sicht der nächsten drei bis sechs Monate lässt sich ein Wert von rund 680 Punkten ableiten; übrigens entspricht dieser in etwa dem nach dem World-Trade-Center-Attentat im September 2001 markierten Tiefpunkt.

Vielversprechend sehen zudem die Verfassung der im Index gewichtiger Einzeltitel wie etwa Mobilcom, Qiagen, Singulus oder T-Online sowie die kontinuierlich zunehmende Marktbreite aus. Gegen temporär mögliche Konsolidierungen ist der Index dank seiner zahlreichen, bis auf 440 Punkte reichenden Unterstützungen komfortabel abgesichert. Ernsthafte Gefahr allerdings bestünde bei einem - aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlichen - Fall unter die Marke von 415 Punkten.

Marcus Metz arbeitet bei der Staud Research GmbH in Bad Homburg.

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