Börse
Wohin gehst Du, Dax?

Die Privatanleger sind zurück an der Börse. Nun lautet die alles entscheidende Frage: Geht es weiter nach oben, oder kommt der große Rückschlag? Nach dem rasanten Aufschwung der letzten Monate warten Experten auf den Einbruch. Handelsblatt.com zeigt, was für eine Fortsetzung des Aufschwungs spricht - und was dagegen.

FRANKFURT. An der Börse ist es die alles entscheidende Frage: Geht es weiter nach oben mit den Aktienkursen - oder kommt der große Rückschlag? Nach dem rasanten Aufschwung der vergangenen sechs Monate ist vielen Anlegern derzeit ein wenig mulmig zumute.

Knapp 60 Prozent Kursplus beim Dax seit März; von 3 589 Zählern ging es zeitweise über 5 700 Punkte. Einen so rasanten Aufschwung hatte es zuvor noch nicht gegeben. Gestern verlor der Leitindex am Nachmittag rund ein Prozent auf 5 640 Zähler. Werden die Anleger jetzt nervös?

Analysten und Strategen jedenfalls heben seit längererem den Zeigefinger. "Dem Dax geht so langsam die Puste aus", meinen die Experten der Weberbank. "In den vergangenen Monaten ist viel Kapital frei geworden, das nun bei dem sich abzeichnenden Aufschwung rasch investiert wurde", sagt Günter Schlösser, Vorstandschef des Verbands unabhängiger Vermögensverwalter (VuV). Ob die Fundamentaldaten die Kursgewinne in den kommenden Wochen stützen werden, sei zweifelhaft.

Auffällig ist, dass die Rally an der Börse nicht nur von den Profis - etwa institutionellen Anlegern wie Banken oder Versicherern - getrieben wird, auch die Privatanleger sind dabei. Abzulesen ist das unter anderem an der Fondsstatistik. Zuletzt verbuchte die Branche kräftige Zuflüsse. Nach Angaben des Fondsverbandes BVI sind seit November bei Aktienfonds netto mehr als elf Mrd. Euro hinzugekommen. Der Großteil davon stammt von Privatanlegern.

Dabei hatten viele geglaubt, dass sich nach dem Absturz im vergangenen Jahr so schnell kein Kleinanleger mehr an die Börse wagen würde. Weit gefehlt. Auch anderswo greifen die "Kleinen" beherzt zu: Die "Financial Times" berichtete kürzlich, dass die Londoner Börse (LSE) einen regelrechten Ansturm der Kleinanleger erlebe. Die Handelsaktivität dieser Investorengruppe liege auf einem so hohen Niveau wie zuletzt während der sogenannten "Dotcom-Phase" Ende der 1990er-Jahre, als sich die Aktienkurse von Internetunternehmen in kurzer Zeit vervielfachten.

Kritiker werden einwenden, dass genau dies ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass der Markt schon wieder viel zu weit vorgeprescht ist. Allerdings gibt es auch andere Argumente, die Anleger derzeit im Kopf haben sollten. Das Handelsblatt hat in aller Kürze zusammengefasst, was für eine Fortsetzung des Aufschwungs und was dagegen spricht.

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