Börsen-Boom: Die gefährlichste Rally aller Zeiten

Börsen-Boom
Die gefährlichste Rally aller Zeiten

Die Aktienkurse sind zuletzt kräftig gestiegen. Und sie werden es weiter tun, sagen Experten. Viel weiter. Doch die wundersame Geldvermehrung hat Risiken und Nebenwirkungen. Eine Spurensuche
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DüsseldorfWerner Schulte* ist gut 1,90 Meter groß, mindestens zwei Zentner schwer. Ein Hüne, Nordhesse, Landwirt von Beruf. Sein Leben lang hat er schwer arbeiten müssen für sein Geld. Im nächsten Jahr soll Schluss sein mit der Plackerei. Schulte geht in Rente. Eine Lebensversicherung wird im Februar fällig, über viele Jahre angespart. Von dem Geld will er die letzten Jahre seines Lebens bestreiten. Vor nicht allzu langer Zeit hat er noch gedacht, es würde locker reichen. Mittlerweile ist Schulte sich aber nicht mehr sicher. Zum ersten Mal in seinem Leben, sagt er, verspüre er so etwas wie Zukunftsangst. Die niedrigen Zinsen, die Euro-Krise, drohende Inflation. Schulte ahnt – das Geld aus der Lebensversicherung wird nur reichen, wenn ein großer Teil davon trotz Ruhestand noch weiter arbeitet, sich also vermehrt.

Mit seinen Nöten und Sorgen ist Werner Schulte nicht allein. Vom Kleinanleger bis zum Großinvestor stellen sich alle dieselbe Frage: Wohin mit dem Geld? Das Sparbuch bringt es nicht, auch Tages- und Festgeld werfen wenig ab, Bundesanleihen sowieso nicht. Allein an der Börse ließ sich in diesem Jahr ordentlich verdienen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) legte um mehr als 20 Prozent zu. Das ist Schulte nicht entgangen. Jeden Abend schaut er abends die Tageschau und zuvor den Börsenbericht. Er überlegt, ob er sein Geld nun in Aktien stecken soll – zum ersten Mal in seinem Leben.

Experten prophezeien neue Höchststände an den Aktienmärkten. Selbst Schätzungen, die bis vor kurzem kaum einer zu äußern gewagt hätte, scheinen inzwischen salonfähig zu sein. Dax 10.000. Dabei steckt die Welt immer noch in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit den 1930er-Jahren. Die Banken kämpfen auch im fünften Jahr der Finanzkrise mit dem Schrott in ihren Bilanzen, die Staaten der westlichen Welt stecken tief im Schuldensumpf, das Wachstum der Weltwirtschaft lässt nach. Doch der Aufschwung an den Börsen geschieht nicht trotz der Krise, sondern gerade deswegen.

Das Phänomen ist nicht neu. Der österreichische Ökonom Ludwig von Mises (1881 bis 1973) beschrieb bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, was passiert, wenn zu viel billiges Geld in die Märkte strömt. Er nannte es die „Katastrophenhausse“. Mises war ein radikaler Liberaler und wichtiger Vertreter der Österreichischen Schule. Selbst Hayek und Friedman nannte er einen „Haufen von Sozialisten“.

Vereinfacht gesagt geht es bei der „Katastrophenhausse“ um Folgendes: Weil die Zentralbanken immer mehr Geld drucken, verliert das Geld, das sich im Umlauf befindet, an Wert. Die Anleger und Sparer bekommen es mit der Angst zu tun. Sie wollen ihr Geld in Sicherheit bringen und flüchten in Sachwerte. Dies treibt wiederum die Preise für Aktien, Immobilien oder Gold in die Höhe - aber nur so lange, bis die Blase endgültig platzt.

Das historische Beispiel, das immer wieder zitiert wird, ist die Zeit der Hyperinflation im Deutschen Reich. Zwischen Oktober 1922 und Dezember 1923 schoss der damalige Aktienindex von 2062 auf unglaubliche 171.300.000.000 Punkte. Die Inflationsrate lag seinerzeit bei 50 Prozent - pro Woche. Die Staatsschulden stiegen rasant. Am Ende stand eine Währungsreform.

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  • Brotlose Kunst, über die richtige Anlageform zu diskutieren. Dem Staat ist es nämlich egal. Der holt sich sowieso was er braucht und das nur nach einer Maxime: SKRUPELLOS! Lediglich der Zeitpunkt ist noch offen. Die Amerikaner rechnen 2015 mit der nächsten Stufe der Finanzkrise. Wir hier in Deutschland müssen erst nach der nächsten Bundestagswahl mit riesigen Sauereien rechnen, egal wer an die Macht kommt. Wer sich ein bisschen informieren nöchte über das bereits vorbereitete Handwerkszeug der Enteignung, der kann sich hier mein neues Update ansehen/herunterladen: http://der-oekonomiker.blogspot.com/2012/09/standpunkt-389-update-20-enteignung.html. Dabei wird es nicht bleiben. Das ist sicher.

  • Meine Güte - gehen Sie unbedingt in einen deutschen Rechtschreibkurs. Irgendwo müssen ja die vielen neuen Analphabeten sein.

  • Gewisse Dinge sind halt so wie sie sind. Die EU, der Euro, die Schulden. Kann ich etwas bewirken? Nö! Nun, vielleicht Lichterketten schmieden, Krötentunnel bauen, den Verbrauch an Klopapier reduzier'n und vice versa. Aber da ich im Schichtdienst tätig bin, möchte ich meine Freizeit anders gestalten. Mit Aktienanalysen z.B.. Und da gewisse Dinge so sind wie sie sind, möchte ich als kleines Molekül in diesem System von Aktieninvestments profitieren. Und zur Zeit sind Aktien die bessere Wahl als Anleihen.

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