Börsen-Talfahrt
Fondsmanager raten kurzfristig zur Vorsicht

Seit Mitte Mai verzeichnet der Dax einen Wertverlust von etwa zehn Prozent. Fondsmanager sind sich einig: Die Zeit der Verluste ist noch nicht ausgestanden. Einstiegsmöglichkeiten böten sich erst längerfristig.

HB FRANKFURT In den nächsten Wochen und Monaten könne es am Aktienmarkt noch zu weiteren Verlusten kommen, sagt Stefan Hofrichter von der Fondsgesellschaft Dit. Grundsätzlich sei er positiv für den Markt gestimmt, denn das Wachstum der Weltwirtschaft halte an. „Dem Markt könnte eine Zinssenkung in den USA helfen. Aber bis dahin wird es noch etwas dauern“, urteilt er. Auch Marc Momberg von Apo Asset Management ist erst auf lange Sicht zuversichtlich. Kurzfristig könne es noch ein bisschen weiter nach unten gehen. „Längerfristig orientierten Anlegern bieten sich in einigen Bereichen damit Einstiegsmöglichkeiten“, sagt er.

Der Dax hat seit Mitte Mai rund zehn Prozent an Wert verloren. Hofrichter und Momberg machen dafür vor allem die steigenden Leitzinsen in den USA und Europa verantwortlich. Tim Stevenson von der Fondsgesellschaft Henderson tut sich dagegen schwer, einen Auslöser für den Kursrutsch zu finden. „Fundamental hat sich nicht viel geändert“, urteilt er.

Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur zufolge reagieren befragten Fondsmanager auf den Wertverlust, indem sie ihren Aktienanteil im Schnitt auf 45,34 von 49,49 Prozent im Vormonat reduzierten. Den Rentenbestand erhöhten sie auf 30,57 (April: 24,33) Prozent. Der Anteil an Barmitteln stieg auf 15,94 (14,84) Prozent. Zudem setzten die Anlageexperten verstärkt auf alternative Investments und erhöhten hier die Quote auf 8,15 (6,41) Prozent. Rund die Hälfte der Fondsmanager will der Umfrage zufolge die Aktienposition in den kommenden drei Monaten weiter abbauen.

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