Börsenbarometer: Januar-Effekt stimmt positiv

Börsenbarometer
Januar-Effekt stimmt positiv

Der Januar gehört zu den stärkeren Börsenmonaten, weil viele Anleger Ausschüttungen und Steuererstattungen erhalten. Auch seine Bedeutung als Barometer wird immer wichtiger. Die Kursentwicklung in dem Monat bestimmt häufig den Verlauf des Gesamtjahres. Auch der Januar 2007 zeigte eine klare Tendenz.

DÜSSELDORF. Für Optimisten ging das Börsenjahr 2007 gut los: Mit dem Sieger Indianapolis Colts und den unterlegenen Chicago Bears standen sich beim diesjährigen US-Superbowl zwei Vertreter der ehemaligen National Football Conference (NFC) gegenüber. Und gemäß dem in den USA viel beachteten Super-Bowl-Indikator folgt auf einen Sieg eines NFC-Teams in 85 Prozent der Fälle ein starkes Börsenjahr.

Jenseits der auch als Kaffeesatzleserei verspotteten Indikatorensuche hat die Bedeutung quantitativer Anlagestrategien in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dahinter verbirgt sich der Ansatz, ein Portfolio anhand klar definierter Regeln und meist computergestützter Prozesse zu strukturieren. Geschichte, glauben die auch „Quants“ genannten Statistiker, wiederhole sich eben doch. Wesentlich glaubwürdiger als der Super-Bowl-Indikator ist daher das Januar-Barometer.

Demnach gehört der Januar nicht nur historisch zu den stärkeren Börsenmonaten, weil viele Anleger Ausschüttungen und Steuererstattungen erhalten. Die Kursentwicklung des Standard & Poor’s 500 Index (S&P 500) im Januar determiniert auch mit hoher Wahrscheinlichkeit, ob das Börsenjahr insgesamt Erträge oder Verluste liefert. Das Kursplus des S&P 500 von 1,4 Prozent im Januar spricht demnach für ein starkes Börsenjahr.

Eine Betrachtung aller Börsenjahre seit 1950 anhand dieses von dem Herausgeber des „Stock Trader’s Almanach“, Yale Hirsch, beobachteten Phänomens liefert folgendes Bild: Das Januar-Barometer lag in 76 Prozent der Fälle richtig, das heißt, der Januar gab korrekt die Richtung für das Gesamtjahr im S&P 500 vor. Lässt man Jahresergebnisse zwischen plus fünf und minus fünf Prozent als trendlose Börsenjahre außen vor, steigt die Trefferquote des Januar-Barometers auf 92 Prozent.

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