Börsenpsychologie
Warum die beste Strategie Anleger verzweifeln lässt

Nicht nur in turbulenten Zeiten hinterfragen Investoren ihre Strategie. Selbst die besten Vorsätze werden über Bord gekippt, wenn sie einmal im Jahr ihr Depot an die ursprüngliche Gewichtung der Anlageklassen anpassen.
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DüsseldorfDie Strategie steht: 70 Prozent der Anlagesumme fließen in Aktien, 30 Prozent in Anleihen. Verteilt wird das Kapital auf unterschiedliche Länder oder Regionen, kombiniert mit Börsenzwergen (sogenannten Small Caps) und riskanteren Hochzinsanleihen für den Renditekick. So weit, so gut.

Doch Aktien- und Anleihekurse verändern sind – und mit ihnen die Anteile der jeweiligen Anlageklasse und Einzelpositionen im Depot. Von der Strategie ist nicht mehr viel übrig. Die Lösung ist eine regelmäßige Anpassung an die ursprünglich gewünschte Gewichtung – Rebalancing im Börsendeutsch.

Doch so einfach, wie es klingt, ist das nicht. Anleger scheitern dabei nämlich regelmäßig an ihrer Psyche. Wer verkauft schon gerne Gewinner und investiert das frei gewordene Kapital dann in die schlechter gelaufene Anlageklasse, in die Verlierer sozusagen?
Wer das aber nicht tut, der schmeißt unweigerlich seine Anlagestrategie über den Haufen. Denn die funktioniert natürlich nur, wenn man sich auch an sie hält. Wer in regelmäßigen Abständen gut gelaufene Investments abbaut und schlecht gelaufene ins Depot holt, der investiert antizyklisch. Und das ist für viele Experten ein Erfolgskonzept.

Billig kaufen, teuer verkaufen eben. „Emotional ist ein solches antizyklisches Investieren für viele Kunden schwierig, da es nicht leicht fällt, einen Gewinner zu reduzieren und gleichzeitig einen Verlierer aufzustocken“, sagt Andreas Beck vom Institut für Vermögensaufbau (IVA).

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