Börsenrally: Welche Aktien von den Schwellenländern profitieren

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Welche Aktien von den Schwellenländern profitieren

Der schwedisch-schweizerische Industriekonzern ABB ist weltweit stark im Geschäft mit dem Ausbau der Stromnetze und dem Trimmen von Industrieanlagen zu mehr Energieeffizienz. In der ersten Hälfte 2012 litt die Aktie stark unter der nachlassenden Dynamik der Weltkonjunktur. Langfristig sollte der Trend zur Energieverknappung und -teuerung aber anhalten. Elektrische Energie steigt von allen Energieformen weltweit seit Jahren am stärksten im Preis. ABB konnte zuletzt zahlreiche Aufträge aus Asien an Land ziehen. Zudem will sich das Management von der unrentablen Fotovoltaik trennen.

Ein weiterer Trend, der anhalten dürfte und lukrative Investments verspricht, ist der steigende Energiebedarf der Schwellenländer. Zwar litt 2012 der Ölpreis, vor allem unter den neuen Fördertechniken in den USA, die dort zu einer veritablen Öl- und Gasschwemme führen. Sollte die bis vor Kurzem allgemein erwartete weltweite Konjunkturdelle 2013 aber ausbleiben und China wieder schneller wachsen, würde das auch den Ölpreis wieder antreiben. Wenn der Ölpreis 2013 steigt, sollte Royal Dutch/Shell dank seiner günstigen Bewertung überproportional zulegen.

Ende 2011 besaß Shell gesicherte Öl- und Gasreserven von 14 Milliarden Barrel (14 Milliarden mal 159 Liter) – 20 Prozent mehr als der US-Wettbewerber Chevron, der an der Börse genauso teuer ist. Bei einem einstelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und fünf Prozent Dividendenrendite hält sich das Risiko in Grenzen.

Hans-Otto Trümper vom Düsseldorfer Vermögensverwalter GS&P sieht bei Agraraktien Potenzial. Die hätten im vergangenen Jahr gelitten, obwohl die langfristige Story – mehr Menschen, die mehr hochwertige Nahrung konsumieren – intakt sei. Chancen bietet der Düngemittelproduzent Yara. Anders als Wettbewerber K+S ist Yara nicht vom Kalidünger abhängig, auf den Landwirte notfalls einige Jahre verzichten können. Im vergangenen Jahr geriet K+S unter Druck, weil Bauern weniger Kali orderten und China den Preis drückte.

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