Boom-Phänomen der großen Emerging Markets
BRIC-Länder: Blick ins Jahr 2041

Brasilien, Russland, Indien und China - kurz BRIC - sind seit gut zwei Jahren die Stars unter den großen Emerging Markets. Politische und wirtschaftliche Fortschritte eröffnen Ertragschancen für Kapitalanleger.

DÜSSELDORF. Das Wachstum der Weltwirtschaft von derzeit um die vier Prozent ohne Inflationsdruck ist nach Ansicht vieler Ökonomen auch den großen Emerging Markets zu verdanken. Die Schwellen- und Transformationsländer glänzen seit der Überwindung der Krisen in den 90er-Jahren mit starker wirtschaftlicher Dynamik. Nach Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entfiel im ersten Halbjahr 2005 etwa die Hälfte des Welthandelswachstums auf Länder, die nicht dieser Organisation angehören. Insbesondere das Nichtmitglied China spiele eine immer größere Rolle für das Weltwirtschaftswachstum, konstatierte die OECD in ihrem Wirtschaftsausblick Ende 2005.

Das Boom-Phänomen der großen Emerging Markets hat seit einer im Oktober 2003 veröffentlichten Studie der US-Investmentbank Goldman Sachs (GS) einen Namen: BRIC. Die Abkürzung steht für Brasilien, Russland, Indien und China – Volkswirtschaften mit unterschiedlichen Stärken: wichtige Rohstoffe (B), riesige Energievorkommen (R), Drehscheibe für informationstechnische Dienstleistungen (I) und industrielle Fertigung zu niedrigen Löhnen (C).

Gemeinsam ist den vier Ländern auf jeden Fall die Größe – sie stellen allein gut 40 Prozent der Weltbevölkerung – und damit die Wahrscheinlichkeit, mit überdurchschnittlichem Wachstum in der globalisierten Welt zunehmend Einfluss auszuüben. So verfügte China 2005 nach Japan über die weltweit zweitgrößten Devisenreserven. Zudem steigt das von der Managementberatung A.T.Kearny erhobene Vertrauen der weltweit größten 1 000 Unternehmen, sich in den BRIC-Staaten mit Direktinvestitionen zu engagieren. China und Indien werden dabei auch als Forschungs- und Entwicklungsstandorte attraktiv.

Furore insbesondere bei Anlegern und Investmentfonds machten die GS-Ökonomen mit ihrer Vision, dass es den BRIC-Ländern gelingen könnte, 2041 zusammen ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufzuweisen, das höher ist als das summierte BIP von USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien (G7 ohne Kanada). Die Analysten der Allianz-Investmenttochter DIT bezeichneten es im vergangenen Dezember sogar als „realistisch“, dass die BRIC-Wirtschaftskraft spätestens 2050 mit der der G7 mithalten könne.

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