BRIC
Kurzporträt: China

Die Wirtschaft der Volksrepublik China dürfte den Giganten USA bereits 2035 und nicht erst 2041 überholen, heißt es in neuen Projektionen der US-Investmentbank Goldman Sachs „Vor allem China und Indien entwickeln sich bestens“, sagte Goldman Sachs-Chefökonom Jim O’Neill.

HB HANDELSBLATT. China gehört für die Bank zu den „klaren Stars“ unter den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, etwa bei makro-ökonomischen Vorgaben. „Hohe Investitionsraten sowie eine Offenheit für den Handel ziehen Kapital an und beschleunigen die Annäherung an die Industriestaaten“, heißt es in einer der BRIC-Analysen.

China ist für die meisten Analysten der Musterknabe der BRIC. Denn bislang hat die Regierung in Peking die Weichen so gestellt, dass sie für eine stabile, wachsende Wirtschaft gesorgt hat. Die Flexibilisierung der Währung 2005 sowie die eingeleitete Öffnung der Finanzmärkte schufen laut Commerzbank die „zentralen Voraussetzungen für die Entwicklung eines liquiden Devisenmarktes“.

Die Ratingagentur Fitch lobt, dass die Investitionen weniger in „überhitzte“ Großindustrien, sondern zunehmend in andere wichtigen Schlüsselbereiche wie etwa den Service-Sektor fließen. „China wird 2007 das erste Land mit Auslandsreserven von mehr als einer Mrd. Dollar sein“ – die Fitch-Experten verpassen China deshalb beste A-Bewertungen. Politisch setzt Peking auf Kontinuität und Stabilität. Über bilaterale Abkommen hat das Land seine Position nicht nur in Asien gestärkt. Mit den anderen BRIC-Staaten wurden enge Kooperationen vor allem im Energiesektor vereinbart. Das Energie hungrige China sichert sich so den Treibstoff für den Boom. Dies geschieht jedoch oft auf Kosten der Umwelt. Auch wegen der Umweltverschmutzung nehmen Bürgerproteste zu. Bei Fitch sieht man in den sozialen Schieflagen eine der größten Risiken für Chinas Aufstieg. Die Gefahr einer Überhitzung mit Bruchlandung kann Jonathan Anderson, Asien-Chefökonom bei UBS in Hongkong, jedoch nicht erkennen. Alles deute für 2006 auf eine „bessere inländische Nachfrage“ und Stabilität hin. Beim Wachstum werden gut neun Prozent erwartet. Und die Auslandsinvestitionen dürften wie in den beiden Jahren zuvor wieder bei 60 Mrd. Dollar liegen.and

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