Buchkritik
Mit gutem Gewissen investieren

Marode Banken, lecke Atomkraftwerke, ölverseuchte Meere: Je mehr Katastrophen passieren, desto mehr suchen Anleger nach den „guten“ Investments. Das neue Buch des Raiffeisen Investmentchefs Wolfgang Pinner weist den Weg.
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DüsseldorfSpätestens seit die Finanzkrise das Ausmaß der Bankenexzesse offenbarte, seit in Fukushima tonnenweise verseuchtes Wasser und im Golf von Mexiko tonnenweise Öl ausgetreten war, spätestens seither hat die Nachfrage nach ethischer Geldanlage einen weiteren Schub bekommen. Immer mehr Menschen wollen mit gutem Gewissen investieren – ihr Geld gerade nicht in Investmenthäuser, traditionelle Energieerzeuger oder Rohstoffförderer stecken.

Und tatsächlich: Die Angebotsseite hat bereits reagiert. Nicht nur Großkonzerne haben sich mittlerweile die unternehmerische Verantwortlichkeit, die sogenannte Corporate Social Responsability (CSR), auf die Fahnen geschrieben. Auch immer mehr Fondsgesellschaften bewerben intensiv ihre nachhaltigen Produkte.

„Vor zehn Jahren steckte nachhaltiges Investieren noch in den Kinderschuhen – mittlerweile ist es erwachsen geworden“, sagt auch Wolfgang Pinner, Investment-Vorstand bei Raiffeisen Capital Management. Allerdings: Nicht alle Investmenthäuser würden unter ‚nachhaltig‘ dasselbe verstehen. In seinem eben erschienenen Sachbuch „Nachhaltiges Investieren – Konkrete Themen und ihre Bewertung“ geht es Pinner daher vor allem darum, Begriffsklarheit zu schaffen.

In einem ersten Teil erörtert Pinner die Grundlagen: Wie ist Nachhaltigkeit im Anlagebereich eigentlich definiert, welche Investmentstile gibt es und wo sind sie verbreitet? Der zweite Teil rückt dann weg von den Definitionen und bewertet einzelne Themen wie Atomenergie, Gentechnik, Mobilität und Vergütungssysteme bei Managern aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten.

Besonders Teil eins bietet Orientierung. Der Leser erfährt, worauf er bei der Beurteilung von Nachhaltigkeitsfonds eigentlich achten muss. Der Autor beginnt ganz von Vorn und erklärt, was unter den Abkürzungen wie CSR, SRI oder ESG zu verstehen ist – und wie sich die Begriffe in den Kontext einordnen.

Kommentare zu " Buchkritik: Mit gutem Gewissen investieren "

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  • Guten Tag alle zusammen,

    ich finde diesen Artikel sehr interessant, da ich mich auch im Studium damit beschäftige. Ich wäre Ihnen sehr Dankbar wenn sie sich die Zeit nehmen würden und mich bei folgender Umfrage unterstützen :
    http://ww2.unipark.de/uc/zwergel_University_of_Kassel/3901/

    Um andere Teilnehmer nicht zu beeinflussen, bitte ich Sie nicht über die Umfrage zu diskutieren solange sie noch läuft.

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