Buchrezension
Reich sein ohne Sünde

Mit Paris Hilton kann der frühere Abt Gregor Henckel-Donnersmarck rein gar nichts anfangen: Das It-Girl protze nur mit ihrem Geld. Wie rechtschaffender Reichtum funktioniert, erklärt der Geistliche jetzt in einem Buch.
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DüsseldorfSie ist jung, mischt auf jeder Party mit – und hat dank einer perfekten Selbstvermarktung in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen Dollar verdient: Paris Hilton, Urenkelin des Hotelpatriarchen Conrad Hilton, hat ihren Reichtum wie kaum ein anderer zum Selbstzweck inszeniert.

Für Gregor Henckel-Donnersmarck, Priestermönch im Orden der Zisterzienser und Onkel des bekannten Regisseurs, liegt genau da das Problem: Wer mit seinem Geld nur herumprotze, es nicht für einen guten Zweck arbeiten lasse, dem fehle es einer der wichtigsten christlichen Tugenden, der Demut. Es ist das erste ‚No Go‘ im neuen Buch des Geistlichen „Reich werden auf die gute Art“.

Auf insgesamt 186 Seiten erklärt der Autor, wie sich weltliche Laster – Gier, Unehrlichkeit, Selbstüberschätzung – negativ auf den wirtschaftlichen Erfolg des einzelnen auswirken. Aus einem christlich-ethischen Blickwinkel führt er aus, wie es sich besser machen ließe und welche Eigenschaften derjenige mitbringen sollte, der finanziell vorankommen will. 

Dabei schöpft der Geistliche die zentrale These des Buchs, nämlich dass wirtschaftliches Denken keineswegs in Konflikt mit einem aufrichtigen Leben steht, aus eigener Erfahrung: Vor seinem Eintritt in den Orden, hat Henckel-Donnersmarck sieben Jahre lang als Manager in der freien Wirtschaft gearbeitet. Nicht zuletzt spricht dieser Realitätsbezug, der über weite Strecken des Buches gegeben ist, für die Lektüre des Buches.

Gier, Unehrlichkeit, Übereifer

Warum und wie genau aber schaden Gier, Unehrlichkeit und übertriebener Eifer dem wirtschaftlichen Erfolg des Einzelnen?  

Für den Autor verliert der Gierige vor lauter Dollarzeichen auf der Stirn die eigentliche Sache, die Geschäftsidee, aus den Augen – und damit die Grundlage für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Den Lügner hingegen sieht Henckel-Donnersmarck als eine grundlegend misstrauische, ängstliche und befangene Type. Wo aber Vertrauen fehlt, kann sich in den Augen des Autors kein florierendes Geschäft entwickeln.

Kommentare zu " Buchrezension: Reich sein ohne Sünde"

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  • Ääähm, Miss Hilton hat was zu bieten ? Das ist mir neu.

  • 'Miss Hilton ... hat dank einer perfekten Selbstvermarktung in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen Dollar verdient.' Man kann ihr das doch nicht übel nehmen! Es wirft lediglich ein Schlaglicht auf unsere Zeit. Der Autor sollte lieber bei denen missionieren, deren Verhalten diesen Zugewinn ermöglicht hat. Miss Hilton hat lediglich sehr systemkonform erfolgreich vermarktet, was sie zu bieten hat.

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