Carbon Disclosure Project
Investoren fordern Klimastrategien

Die Folgen des Klimawandels werden für Unternehmen und deren Geldgeber – Banken, Versicherer und Pensionsfonds – zum Risiko. Daher beteiligen sich 215 Investoren mit 31 Billionen Dollar Anlagekapital am „Carbon Disclosure Project“ (CDP).

BERLIN. Die Zahl der Teilnehmer an dieser Klimakampagne steigt rasant: Vor fünf Monaten waren es erst 155 Institutionelle mit 21 Billionen Dollar Vermögen.

Die Investoren fordern von Großkonzernen, ihre Schadstoffemissionen und Klimarisiken, wie zum Beispiel die Auswirkungen von Hurrikanen auf Firmenstandorte oder die Kosten der Beteiligung am Emissionsrechtehandel, offen zu legen. Außerdem sollen sie Klimaschutzstrategien entwickeln und ihre Emissionen senken.

Bisher wendete sich die Gruppe an die im FT500 notierten 500 größten Unternehmen der Welt. Vor kurzem haben die Investoren ihre Anfrage auf die weltweit 1 800 größten Konzerne ausgeweitet. In Deutschland befragt der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) die 200 größten deutschen Aktiengesellschaften nach ihrer Klimabilanz.

Weitere in Kooperation mit nationalen Partnern angesprochene Gruppen sind die im S&P500 notierten größten US-Konzerne, die 300 größten Stromversorger der Erde, die 300 größten Schadstoffemittenten in Kanada sowie die jeweils größten Unternehmen in Frankreich, Großbritannien, Japan, Australien, Neuseeland und Brasilien.

Ziel des Projekts ist, Chancen und Risiken infolge klimatischer Veränderungen, die den Wert von Investitionen in Unternehmen beeinflussen können, rechtzeitig zu erkennen. Risiken sind zunehmende Stürme, Hochwasser und Trockenheiten oder politische und rechtliche Schritte gegen große Emittenten sowie ein verändertes Verbraucherverhalten gegenüber Unternehmen ohne Klimaschutzpolitik. Dagegen liegen Chancen in der Entwicklung von emissionsarmen Technologien, Produkten, Produktionsverfahren und Dienstleistungen.

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