Chinas Börsen
Platzt die chinesische Aktienblase?

In China sind die Aktienkurse seit Jahresbeginn explodiert. Doch es häufen sich die Rückschläge. Beobachter fühlen sich an die Tech-Blase nach der Jahrtausendwende erinnert - keine Problem für das Riesenreich.
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Frankfurt/MainDas größte Börsencasino der Welt steht derzeit in der chinesischen Industriestadt Shenzhen. An keiner anderen der weltweit wichtigsten Börsen sind die Aktienkurse seit Jahresbeginn so stark in die Höhe geschnellt wie dort. Auch an der Börse in Shanghai ging es steil nach oben. Vor allem chinesische Kleinanleger zocken, was das Zeug hält. Sie wetten auf den Siegeszug des Kapitals im ansonsten noch kommunistischen Land - dabei übersehen viele die Risiken. Die Kurseinbrüche mehren sich. Am Freitag rauschten die Kurse um acht Prozent in den Keller. Ist das der Anfang vom Ende der chinesischen Börsenrally?

Warum haben Chinas Börsen überhaupt so stark angezogen?

Die chinesische Regierung hat die Rally gezielt befeuert, indem sie die Hürden für Privatanleger senkte und es praktisch zur patriotischen Pflicht machte, in die Unternehmen des Landes zu investieren. Die Regierung verfolgt damit zwei Ziele: Zum einen soll den Bürgern eine Anlagealternative gegeben werden, nachdem der Boom am Immobilienmarkt abgeflaut ist. Deshalb wurden breite Bevölkerungsschichten massiv in Aktien gedrängt. Sehr beliebt ist der Aktienkauf auf Pump - dabei winken besonders hohe Gewinne, aber die Anleger können auch im wahrsten Sinne des Wortes Haus und Hof verlieren. Zum anderen will die Regierung den Unternehmen des Landes eine Finanzierungsalternative bieten, denn bei den Banken stehen die Unternehmen bereits tief in der Kreide.

Was sind die Gründe für die jüngsten Kurseinbrüche?

In den vergangenen Monaten gab es in Shenzhen und Shanghai eine Flut von Börsengängen, in die Anleger viel Geld gesteckt haben. Dieses Geld fehlte dann, um bei etablierten Aktien zuzukaufen. Zudem beobachtet die Regierung die Entwicklung an den Börsen sehr genau und hat bereits eingegriffen, um allzu große Exzesse zu verhindern. So müssen die Anleger jetzt mehr Sicherheiten beim Aktienkauf auf Pump einbringen.

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Blasen zu erkennen ist schwer

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  • Die KGV´s in China betragen zu großen Teilen bis um die 140-fachen Gewinne, wobei letztere eher niederer als angenommen liegen dürften.

    Sogenannte freie Märkte und staatliche Für-, -Vor sowie Nachsorge vertragen sich niemals auf Dauer.
    Und eines steht fest: ein freies Land mit freien Bürgern ist China mit Sicherheit nicht - noch lange nicht.

    Also steht anzunehmen, daß der Trigger für´s globale Drama dort zu verorten wäre.

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