Chinesisches Neujahr

Wahrsager warnen Anleger vor wildem Affenjahr

China begrüßt das neue Jahr nach dem traditionellen Mondkalender. Für die Wirtschaft könnte das nichts Gutes bedeuten. Wahrsager warnen vor Turbulenzen und Konflikten.
Wild und gefährlich soll das neue Jahr werden – vor allem für die Depots der Anleger.
Das Affenjahr

Wild und gefährlich soll das neue Jahr werden – vor allem für die Depots der Anleger.

PekingBörsencrash, Währungsabwertung und das schwächste Wirtschaftswachstum seit einem halben Jahrhundert: Manager und Anleger in China haben ein turbulentes Jahr durchgestanden. Im Vergleich zu dem, was im kommenden Jahr bevor steht, könnte das jedoch noch harmlos gewesen sein. Das meinen zumindest Wahrsager.
Dazu verweisen sie auf eine besondere Konstellation. Wenn in der Nacht zum Montag Millionen Chinesen das neue Jahr nach dem Mondkalender begrüßen, beginnt nicht nur das Jahr des Affen. Nein, in diesem Jahr gesellen sich auch noch die Element des Feuers und des Metalls zu dem chinesischen Tierkreiszeichen. „Die rivalisierenden Elemente stehen für Disharmonie“, liest daraus der Hongkonger Fengshui-Meister Raymond Lo.

Das ist eine gefährliche Kombination, schließt der Wahrsager und verweist auf die Geschichte. Im letzten Jahr des Feueraffen vor 60 Jahren ereigneten sich mehrere Katastrophen: Im Juni stießen zwei Flugzeuge über dem Grand Canyon zusammen, 128 Tote. Im Juli stießen ein italienischen und ein schwedisches Schiff im dichten Nebel zusammen, 51 Tote. Im Dezember stürzte ein kanadisches Flugzeug in die Berge von British Columbia, 62 Tote.
Das Hongkonger Brokerhauses CLSA hat Prognosen in ihrem jährlichen Feng-Shui-Index zusammengefasst. Und auch der lässt nicht viel Gutes erahnen. „Der chinesische Affe ist eine widersprüchliche Figur“, heißt es in dem Bericht. Zwar sei er dem Menschen ähnlich, ihm fehle aber soziales Einfühlungsvermögen und er sei unberechenbar.

Zwar werde das Jahr gut für Silber, Gold, Autos, Finanzen, Logistik und Maschinenbau beginnen. Aber dann sagt der Index voraus, dass der Affe durchdrehen und die Kurse einbrechen könnten. Das gelte etwa für Gas, Telekommunikation und den Internetsektor.
Zu den berühmten Menschen aus Affen-Jahren gehören Leonardo da Vinci und Julius Cäsar, der Star-Wars-Erfinder George Lucas, aber auch die beiden US-Präsidentschaftsanwärter Hillary Clinton und Donald Trump. Menschen, die im Jahr des Affen (1944, 1956, 1968, 1980, 1992, 2004) geboren sind, wird nachgesagt, leicht überheblich, egoistisch und ruhelos zu sein. Zu den positiven Seiten zählen hingegen Liebenswürdigkeit, Humor und Erfolg.

Die Chronik des Drachensturzes
7. Januar 2016
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Enttäuschte Anleger, leere Hallen. Nach einer kurzen Beruhigung wird der Börsenhandel in Shanghai und Shenzhen am 7. Januar für den Rest des Tages ausgesetzt – nach gerade einmal einer halben Stunde. Damit geht der Donnerstag als der kürzeste Handelstag in die chinesische Börsengeschichte ein. Die Aktienmärkte waren erneut um mehr als sieben Prozent gefallen.

4. Januar 2016
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Bereits am 4. Januar wird der Handel nach einem an Chinas Aktienmärkten für den Rest des Tages ausgesetzt. Gleich am Tag seiner Einführung kommt damit ein Sicherungsmechanismus zum Zug, der zu große Schwankungen verhindern soll.

24. August 2015:
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Den letzte Sturz erwischt die Anleger im August. Der Shanghai Component Index fällt um 8,5 Prozent, der Shenzhen Component Index um 7,8. Das sorgt nicht nur in China sondern auch in den USA und Europa für große Verunsicherung.

27. Juli
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Auch im Juli müssen Chinas Anleger einen neuen Kurssturz verdauen. Die Börse Schanghai bricht um 8,5 Prozent ein auf 3.726 Punkte. Das ist der heftigste Kurssturz innerhalb eines Tages seit 2007. Auch der Leitindex an der zweitgrößten chinesischen Börse in Shenzen schloss mehr als acht Prozent tiefer...

Börse Schanghai bricht ein
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Grund für den Sturz: Die Anleger haben Angst vor einem wirtschaftlichen Schwächeanfall der Volksrepublik. Dafür spricht, dass der Gewinn chinesischer Industrieunternehmen im Juni um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückging.

24. Juli
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Eine private Umfrage zeigt, dass der chinesische Industriesektor im Juni so stark wie seit 15 Monaten nicht mehr geschrumpft ist. Die wichtigsten Indizes Chinas in Shanghai und Shenzhen verlieren 1,3 und 1,8 Prozent. Damit endet eine seit rund drei Wochen andauernde Erholungsphase.

23. Juli
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Die chinesische Regierung sichert den Märkten erneut ihre Unterstützung zu. Die Anleger feiern die staatlichen Eingriffe. Der Shanghai Composite Index gewinnt mehr als zwei Prozent und schließt den sechsten Tag in Folge im Plus.

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