Chronologie
Der IKB-Skandal

Wie es zur Krise bei dem angesehenen Mittelstands-Institut kam.

20. Juli

IKB-Chef Stefan Ortseifen meldet, bei den von der Hypothekenkrise in den USA getroffenen Papieren sei die IKB nur mit einem einstelligen Millionenbetrag dabei und verspricht, ein Ergebnis "in Höhe von 280 Millionen Euro zu erreichen".

27. Juli

Banken kappen die Kreditlinien für die von der IKB außerhalb der Bilanz geführte Rhineland Funding. Die müsste IKB-Gelder beanspruchen, die IKB ist faktisch überschuldet. Bankaufseher Jochen Sanio fährt nach Düsseldorf, hektische Telefonkonferenzen.

28. und 29. Juli

Sanio, Finanzminister Peer Steinbrück, KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier und Spitzenbanker schnüren ein Rettungspaket. In der Nacht zum Montag wird gemeldet, Ortseifen werde durch KfW-Vorstand Günther Bräunig ersetzt. Die KfW will die IKB vor Risiken abschirmen, heißt es vage.

30. Juli

In einer Meldung an die US-Aufsicht SEC spricht die KfW von 8,1 Milliarden Euro IKB-Verpflichtungen, für die sie geradestehe. Die IKB-Aktie stürzt ab.

1. August

Finanzminister Steinbrück lässt verkünden, die IKB-Krise sei ein "lokales Ereignis". Am Abend werden erste Details über die Beteiligung der privaten Banken am 3,5-Milliarden-Euro-Rettungsplan bestätigt.

2. August

Die IKB-Aktie sackt unter zehn Euro. Seit Mai hat sie damit 70 Prozent an Wert verloren. Die Börse ist über die bis zu 3,5 Milliarden Euro möglichen Verluste geschockt. Am Abend meldet die KfW, die IKB habe bis zu zwölf Milliarden Euro Liquidität - genug bis Jahresende. Die Aktie erholt sich. Der Rücktritt von IKB-Aufsichtsratschef Ulrich Hartmann deutet sich am Abend an.

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