Credit Default Swaps
Handel mit Kreditrisiken boomt

Der sich bisher vor allem im Freiverkehr abspielende Markt für Kreditderivate wird immer stärker von den internationalen Terminbörsen umworben. Als erste Derivatebörse der Welt wird die deutsch-schweizerische Eurex am 27. März Futureskontrakte auf Credit Default Swaps (CDS) einführen.

ret BOCA RATON. Credit Default Swaps (CDS) sind die bei weitem bedeutendsten Produkte am seit Jahren boomenden Markt für Kreditderivate, der nach Schätzungen der British Bankers Association derzeit einen Marktwert von 26 Bill. Dollar aufweist. Das Marktvolumen hat sich seit 2004 in etwa verfünffacht. Am Markt für Kreditderivate werden Ausfallrisiken gehandelt.

„Entgegen unserer bisherigen Planung, mit Futures auf nur einen Index zu starten, werden wir mit Futures auf gleich drei Kredit-Indizes ins Rennen gehen“, sagte Eurex-Vorstandsmitglied Peter Reitz auf der weltgrößten Derivatekonferenz dem Handelsblatt. Im Einzelnen handelt es sich dabei zum einen um den iTraxx-5year-Europe- Index, der die Bonität von 125 europäischen Kreditnehmern mit der Einstufung „Investment Grade“ abbildet und zum anderen um den iTraxx-5year-High-Volatility-Index, der 30 dieser 125 Schuldner mit den höchsten CDS-Geld- und Briefkursen abbildet. Und schließlich wird die Eurex auch Futures auf den iTraxx-5year-Crossover- Index einführen, der die Kreditwürdigkeit von 50 nur bedingt als investmentwürdig geltenden europäischen Schuldnern reflektiert.

Die Eurex trifft auf Wettbewerber in Chicago. So will die Chicago Mercantile Exchange (CME) am 23. April 2007 Futures auf einen 32 CDS abbildenden nordamerikanischen Kreditderivate-Index einführen. Zunächst hatte die CME geplant, Futures auf die Zahlungsunfähigkeit einzelner Schuldner anzubieten, womit sie allerdings in Konkurrenz zur Chicago Board Options Exchange (CBOE) getreten wäre. Die größte Optionsbörse der USA hat bei der Aufsichtsbehörde einen Antrag zum Handel von Optionen auf die Insolvenz einzelner Schuldner eingereicht.

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