Credit Suisse
Bedächtiger Stratege beschert Traumrenditen

Zürich, Paradeplatz, Zentrale der Credit-Suisse. Der Aufzug hält auf ferngesteuerten Befehl im ersten Stock. Hier arbeitet die Führungsmannschaft der zweitgrößten Schweizer Bank. Im gedämpft beleuchteten Besprechungszimmer sitzt Stefan Keitel und spricht über das Geld anderer Leute. Über viel Geld.

ZÜRICH. Die Credit Suisse verwaltet 1 045 Mrd. Schweizer Franken, fast eine Billion Euro. Als Chefstratege des wichtigsten Marktes seiner Bank entscheidet Keitel, wohin die Milliarden der deutschen Kunden fließen.

Der 36-Jährige mit der hohen Stirn und den blauen Augen ist ein Verfechter von Anlageentscheidungen „aus einem Guss“. Er redet von „ganzheitlicher Vermögensberatung“ und gibt sich Mühe, das, was nach viel klingt, auch einleuchtend zu erklären: Ihm geht es darum, nicht nur mit den liquiden Mitteln seiner Kunden aufs richtige Pferd zu setzen, sondern auch die illiquiden Werte, also Immobilienbesitz oder Beteiligungen zu berücksichtigen. Wie viel Geld Keitel bewegt? Schweizer Betriebsgeheimnis. Nur soviel: „Wir liegen im ernst zu nehmenden Milliardenbereich.“

Gesprächiger wird Keitel, wenn es darum geht, wie er die Gelder verteilt. „Wir diversifizieren sehr breit auf allen Ebenen und screenen das weltweite Anlageuniversum“, sagt er und breitet die Arme weit aus, als wolle er dieses Universum umklammern. Die besten Anbieter suche sein Team heraus, kaufe sie nicht und kopiere sie nicht, „sondern wir machen eine Vertriebsvereinbarung mit denen“. Die besten zu finden und selbst zu den besten zu zählen – „dazu gehört“, sagt Keitel, „mehr als die Performance der vergangenen drei Jahre“.

Der Chefstratege kann so etwas sagen, ohne sich dem Verdacht auszusetzen, von eigenen Fehlentscheidungen ablenken zu wollen. Das Portfolio der Credit Suisse, über das Keitel entscheidet, hat auf Jahresbasis nach einer Bewertung des Finanzdienstleisters Firstfive unter 125 stark aktienbasierten Anlagesystemen mit einer Rendite von 33,13 Prozent am besten abgeschnitten. „Die Vermögensverwalter von Credit Suisse“, so schreibt Firstfive, „punkteten mit einer konservativen Strategie.“

Dennoch komme es auf mehr an als Performance. Auf Verantwortung zum Beispiel, sagt der Marktmacher. „Der Kunde bezahlt uns dafür, dass wir die Verantwortung für sein Vermögen übernehmen und neben einer breiten Streuung auch nach Marktgegebenheiten aktiv steuern.“ Auch bei dynamischen Kunden, die gerne ein Risiko trügen, „müssen wir den Mut haben, Aktien mal weniger zu gewichten.“ Wer die Schweizer Banken kennt, weiß, dass Kunden, ob mehr oder weniger dynamisch, dafür nicht zu knapp bezahlen.

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