Crowdinvesting
Geht dem Crowdinvesting die Puste aus?

Bis Ende 2014 wurden in Deutschland etwa 37 Millionen Euro per Crowdinvesting eingenommen. Doch das Wachstum des jungen Finanzierungsmodells verlangsamt sich deutlich. Ein weiterer Dämpfer droht aus der Politik.
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DüsseldorfWas haben ein emissionsfreier Privathubschrauber, ein IT-Server für den Hausgebrauch und eine Speiseeismanufaktur gemeinsam? Sie alle erhielten finanzielle Unterstützung aus der Crowd. Die Menge investiert und nutzt dafür Crowdinvesting-Plattformen wie Seedmatch und Companisto. Die ersten Projekte starteten bereits 2011, doch statt einer Massenbewegung könnte es nun einen empfindlichen Dämpfer geben.

„Bis Ende 2014 wurden per Crowdinvesting in Deutschland etwa 37 Millionen Euro eingenommen“, schätzt Peter Barkow, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Barkow. Doch die junge Branche wächst immer langsamer. Wie schwach der deutsche Markt ist, zeigt beispielsweise der Vergleich mit Großbritannien. Im Jahr 2012 wurde dort noch ähnlich viel Geld eingesammelt wie in Deutschland. Doch 2014 war der Finanzierungszuwachs dort mehr als fünfmal so groß wie hierzulande.

Crowdinvesting

Jährlicher Finanzierungszuwachs beim Crowdinvesting

in Mio. Euro



Neue Schwierigkeiten drohen der jungen Crowdinvesting-Szene nun durch das Kleinanlegerschutzgesetz. Es wurde im November des vergangenen Jahres im Kabinett verabschiedet und soll in einigen Monaten in Kraft treten. „Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen“, warnt der Berater.

Welche Konsequenzen das Gesetz haben wird und wie es für Crowdinvesting weitergehen könnte, lesen Sie hier:

Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

Kommentare zu " Crowdinvesting: Geht dem Crowdinvesting die Puste aus?"

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  • Zitat:
    "Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen“, warnt der Berater.

    Das gilt aber nicht nur für das Crowd-Funding, sondern mittlerweile für alle Segmente der Finanzberatung.

    Da muss dann bei einer Baufinanzierung darauf hingewiesen werden, dass Zins und Tilgung zu zahlen sind, bei einem simplen Kauf eines Aktienfonds der ganze Kunde von Kopf bis Fuß durchleuchtet werden, auch wenn sie/er das gar nicht möchte, und die Verbraucherinformationen beim Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung mit einem Beitrag von 80 € jährlich erreichen bei manchen Gesellschaften 80 Seiten und mehr.

    Von daher:
    Verbraucherschutz - ja bitte!

    Aber bitte mit Augenmaß. Dann klappt's auch mit dem Crowd-Funding....

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