DAB Depot Contest
Die Jagd nach der Superaktie

In einem Wettbewerb der Münchener DAB Bank sollen 30 Vermögensverwalter mit klugen Anlagen Spielgeld mehren. Wir zeigen, auf welche Papiere die Profis derzeit setzen.
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FrankfurtEs ist eine der goldenen Regeln der Geldanlage: Investoren, die eine hohe Rendite auf ihren Einsatz fordern, müssen entsprechend hohe Risiken eingehen. Das eine geht nicht ohne das andere. So einfach ist es.

Oder auch nicht. Denn seit in Europa die Finanz- und Schuldenkrise wütet, ist es sehr viel schwieriger geworden, die Risiken von verschiedenen Anlageklassen einzuschätzen. Staatsanleihen etwa, einst Stabilisator vieler Depots, gelten mittlerweile als völlig unberechenbar. Die Papiere solider Schuldner, aus Deutschland etwa, werfen kaum noch etwas ab; und die, die noch ein paar Prozent bringen, portugiesische Bonds beispielsweise, sind zu riskant.

Investoren, die etwas mehr Rendite wollen, möglichst kalkulierbar, kommen nicht umhin, sich am Aktienmarkt umzuschauen. Aber auch dort ist die Situation nicht gerade übersichtlich: Zwar sind die großen Aktienindizes seit Jahresanfang deutlich gestiegen; nicht alle Unternehmen aber haben davon profitiert. Einer alten Börsenweisheit, die besagt, dass die Flut, also der allgemeine Kursanstieg, alle Boote hebe, sollten Anleger nicht mehr blind vertrauen.

Während die Papiere des Autobauers BMW beispielsweise in diesem Jahr bislang um mehr als 33 Prozent zugelegt haben, verlor die Telekom-Aktie rund fünf Prozent. Die Märkte unterscheiden sehr viel genauer als früher zwischen aussichtsreichen und weniger aussichtsreichen Papieren. Investoren sollten deshalb sehr genau schauen, welche Aktien sie sich ins Depot legen und die Unternehmen zuvor entsprechend intensiv analysieren. Das gilt für Kleinanleger genauso wie für die Profis.

Seit Januar messen sich insgesamt 30 Profis in einem Wettbewerb der Münchener DAB Bank. Wer hat die beste Strategie, wer findet die aussichtsreichsten Aktien, Anleihen oder Fonds. Die Direktbank unterscheidet zwischen drei verschiedenen Depotkategorien: „Sicherheit“, „Ausgewogen“ und „Chance“.

Insgesamt haben die Geldverwalter eine Million Euro Spielgeld zur Verfügung, das es zu mehren gilt. Anleger können die aktuellen Depots der Profis, ihre Wertpapierkäufe und -verkäufe unter www.depot-contest.de mitverfolgen.

Wer den Wettbewerb gewinnen will, insbesondere in der Kategorie „Chance“, muss die richtigen Aktien finden. Winfried Walter von der Vermögensverwaltung Schneider, Walter und Kollegen setzt dabei auf den sogenannten Value-Ansatz. „Wenn ich als Investor 100 Euro gebe, will ich zum Zeitpunkt des Kaufes mindestens 50 Euro an Substanzwert zurückbekommen. Besser noch mehr“, sagt der Kölner.

Value-Investor schauen bei der Unternehmensbewertung nicht in erster Linie auf Gewinn- oder Umsatzzahlen, sondern auf den Buchwert einer Firma. Der Buchwert entspricht in etwa dem Eigenkapital eines Unternehmens. Dieser Wert lässt sich - anders als die diversen Gewinnkennziffern - in der Bilanz nur schwer manipulieren. Der Value-Investor geht davon aus, dass seine Methode zur Unternehmensbewertung die ehrlichere ist.

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