DAB-Depot-Contest
„Ein Dax-Ausverkauf wird immer wahrscheinlicher“

Die Euphorie nach dem Euro-Gipfel könnte schnell wieder verpuffen. Ein Ende der Schuldenkrise ist noch lange nicht in Sicht. Vermögensverwalter raten zu einer defensiven Strategie. Aber wie soll die aussehen?
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DüsseldorfAn den Märkten herrscht erst einmal Erleichterung. Die überraschend deutliche Ausweitung der Finanzhilfen für kriselnde Euro-Staaten treibt die Kurse an den Börsen kräftig in die Höhe. Der Dax gewann am Freitag nach Handelsstart 2,6 Prozent auf 6.308 Punkte. Eines jedenfalls jedoch fest: Mit den Beschlüssen auf dem Euro-Gipfel ist nur Zeit gewonnen. Ein Ende der Schuldenkrise ist noch lange nicht in Sicht.

Viele Anleger fragen sich nach wie vor: Wohin mit dem Ersparten? Wo ist das Geld noch sicher, wenn immer mehr Staaten auf der Kippe stehen? Sind Aktien eine gute Wahl, Anleihen oder doch besser Gold? Selten war die Geldanlage so schwierig wie in diesen Tagen.

„Die starken Kursausschläge an den Börsen in beide Richtungen bleiben an der Tagesordnung“, sagt Andreas Enke, Vorstand bei Geneon Vermögensmanagement. Charttechnisch habe sich das Bild für den Dax zuletzt eingetrübt. Der Index sei unter die 200-Tage-Linie gefallen. Ein Ausverkauf werde daher immer wahrscheinlicher, warnt der Vermögensverwalter. Er empfiehlt Anlegern, besser abzuwarten und das Geld zunächst zurückzuhalten. Für einen Einstieg bei Aktien sei es noch zu früh.

Enke ist nicht allein mit seiner Einschätzung. Auch Alexander Seibold, Chef der gleichnamigen Vermögensverwaltung, warnt vor einem überhasteten Einstieg bei Aktien. Die Euro-Krise werde die Märkte noch eine ganze Weile belasten. Seibold und Enke sind zwei von insgesamt 30 Vermögensverwaltern, die seit Jahresanfang am Depot Contest der Münchener DAB Bank teilnehmen. Eine Million virtuelles Spielgeld haben die Finanzprofis zur Verfügung, das es zu hegen und zu mehren gilt. Wer am Ende das meiste aus der Million macht, gewinnt. Es wird in insgesamt drei Depot-Kategorien gespielt: „Sicherheit“, „Ausgewogen“ und „Chance“.

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  • na das sind ja mal Tips hier in den Kommentaren, da lachen ja echt die Hühner. Also eine Flucht in den SGD oder in die Schweiz taugt bestenfalls als kurze Beruhigung für das eigene Gemüt. Und wenn man aber mal darüber nachdenkt dann wird man erkennen daß es in Wirklichkeit keine rettenden Fluchtinseln gibt.

  • hm, ich neulich gelesen, das die Schweizer die deutschen "Schmarotzer" garnicht haben wollen *g*

    Wenn die Berechenbarkeit der Politik für die Anleger so wichtig ist, warum legt man nicht alles in China oder die USA an? Auch mit den Einfuhrzöllen kommt man schon zurecht.
    Da stimmt irgendwas mit den Anlagestrategen nicht, oder frei nach Loriot "Dann stimmt mit Deinem Gefühl was nicht". Raus aus subventionierten Betrieben, raus aus den vielen Gesichtsbüchern, die nur heiße Luft verkaufen, und schon stimmt die Anlage wieder.
    Sonst laufen den lieben Banken auch noch die Kunden weg, die sich für ihre guten Ideen schon lange das Kapital woanders suchen. Auch hier schläft die Konkurrenz nicht, oder sitzt nicht wie eine Maus hinter der Bodenleiste und wartet auf die Katze.

  • Muss Ihnen widersprechen, Inflation käme nur bei Warenknappheit, davon ist Gott sei Dank nicht auszugehen!!
    Geldmengenwachstum allein reicht da nicht aus.

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