DAB Depot-Contest
Für diese Aktien zahlen Investoren mehr

Anlegern stehen unruhige Zeiten bevor. Die Börsen schwanken kräftig, die Rückschlagsgefahr ist groß. Dennoch gehören Aktien in jedes Depot. Welche Papiere bei Profis gefragt sind.
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FrankfurtWer Aktien kauft, muss gute Nerven haben. Auf den rasanten Anstieg über mehr als 7000 Punkte folgte zuletzt eine deutliche Korrektur. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die kräftigen Schwankungen noch eine ganze Weile anhalten werden. „Die Euro-Krise ist noch lange nicht vorüber“, sagt die Münchener Vermögensverwalterin Birgit Miehle.
Aber wie sollten Anleger sich in diesem nervösen Umfeld positionieren – abwarten und Aktien meiden?
Eigentlich sollten sie kaufen, empfiehlt Johannes Käsbauer von der Vermögensverwaltung Vilico. Wegen des niedrigen Zinsniveaus – und aus Mangel an Alternativen. Staatsanleihen sind eigentlich keine Option mehr. Für die guten, die deutschen Bonds etwa, gibt es kaum noch Rendite. Und dort, wo noch was zu holen, bei den spanischen Anleihen beispielsweise, ist’s möglicherweise zu riskant.

Käsbauer und Miehle sind zwei von insgesamt 30 Vermögensverwaltern, die sich seit Anfang Januar in einem Wettbewerb der Münchener Direktbank messen. Wer macht am meisten aus einer Million Euro Spielgeld, wer findet die aussichtsreichsten Aktien, Anleihen oder Fonds. Die DAB Bank unterscheidet zwischen drei verschiedenen Depotkategorien: „Sicherheit“, „Ausgewogen“ und „Chance“.

Auffallend ist, dass die Investoren an der Börse derzeit sehr genau unterscheiden zwischen guten und schlechten Aktien. Während Papiere der Banken oder von Industriekonzernen wie Thyssen-Krupp zuletzt deutlich unter Druck gerieten, sind die Anteilsscheine von Linde; Volkswagen oder BASF gefragt wie selten zuvor. Industriegasehersteller Linde beispielsweise wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 gehandelt. Ein Schnäppchenpreis ist das nicht mehr.

Und doch muss das nichts heißen. „Anleger sind bereit, für Qualitätsaktien einen entsprechenden Preis zu bezahlen“, sagt Wolfgang Zillich von Premium Asset Management. Ganze ähnlich sieht es Birgit Miehle. Investoren wollten echte Werte, sagt sie. Ihrer Meinung nach sind die Papiere der beiden genannten Konzerne noch immer interessant. Dazu zählt sie noch Aktien wie ABB, Münchener Rück, Daimler oder Roche. Beim Depot-Contest wartet Miehle allerdings ab; bislang hat sie noch keine Order in den Markt gegeben. „Wichtig wird für Investoren die endgültige Entscheidung bei der französischen Präsidentschaftswahl sein“,  sagt die Vermögensverwalterin.

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