DAB Depot Contest
Gold könnte wieder glänzen

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„Mir ist die Streuung wichtig“

PVM-Verwalter Wagner nimmt am jährlichen Depot-Contest des Onlinebrokers DAB BNP Paribas teil, über den das Handelsblatt als Medienpartner berichtet. In seinem Musterdepot hält er einen ETF, der die Kursentwicklung der 14 größten Goldminenbetreiber-Aktien abbildet. „Mir ist die Streuung wichtig“, sagt Wagner. Wichtiges Detail des von ihm gewählten Indizes „Arca Gold Bugs“, den der ETF abbildet: Die dort vertretenen Minenbetreiber haben sich verpflichtet, ihr Gold lediglich in begrenztem Umfang auf Termin zu verkaufen. „Ansonsten droht die Gefahr, dass ein Unternehmen von einer Goldpreissteigerung nicht oder nur wenig profitiert, weil es die Preisentwicklung falsch eingeschätzt hat“, sagt Wagner.

Hallertauer-Verwalter Retzlaff hingegen investiert in seinem Musterdepot in Einzelwerte, vor allem in den kanadischen Minenbetreiber Kinross. „Das Unternehmen kann Gold relativ günstig fördern, da die größten Minen von Kinross einen hohen Goldgehalt haben und nicht so tief liegen“, sagt Retzlaff. „Hier liegt der größte Hebel beim Kauf der Aktie in einem Umfeld von steigenden Goldpreisen.“ Bislang hat sich das Investment ausgezahlt, der Wert liegt seit Jahresbeginn mit rund 20 Prozent im Plus – in Euro, wohlgemerkt. „Wir haben uns für den Wert entschieden, um kein US-Dollar-Währungsrisiko einzugehen“, sagt Retzlaff. „Der kanadische Dollar ist relativ stabil.“

Letzteres spricht auch für den Minenbetreiber Continental Gold Limited, bei dem der Verwalter im Sommer eine etwas kleinere Position aufgebaut hat. Der Wert war im Frühjahr nach Umschichtungen eines großen Goldminen-Fonds unter die Räder gekommen. Bislang liegt die Aktie seit Kauf mit rund 17 Prozent im Minus, doch Retzlaff ist zuversichtlich: „Wenn die fundamentalen Daten wieder gelten, ist der Wert spottbillig. Ich denke, hier wird sich noch einiges tun.“

Wem Goldminenbetreiber-Aktien zu aufregend sind, der kann freilich auch schlicht in Rohstoff-ETCs auf Gold investieren. Friedemann Wagner, Geschäftsführer der PEH Vermögensmanagement aus Stuttgart, hält seit Anfang des Jahres Xetra-Gold in seinem Musterdepot. „Für uns stand das Absicherungsmotiv im Vordergrund“, sagt der Vermögensverwalter. Auch er glaubt, dass es für den Goldkurs aufwärts geht: „Unterschiedliche Faktoren dürften Gold bis Ende des Jahres unterstützen“, sagt Wagner.

Dazu zählen für ihn steigende Inflationserwartungen, die Nordkorea-Krise, die wachsende Verschuldung und drohende Schuldenobergrenze in den USA und auch die zunehmenden Regularien bei Kryptowährungen: Bitcoins und Co haben sich vor allem in China als alternative Anlageklasse zu Gold etabliert. Zuletzt hatte die chinesische Regierung den neuen Cyber-Währungen aber mit neuen Vorschriften etwas Wind aus den Segeln genommen und eine härtete regulatorische Gangart angekündigt.

Ob mit oder ohne Cyber-Konkurrenz: Einen massiven Goldkursrückgang wie im zweiten Halbjahr 2016 halten die Vermögensverwalter für unwahrscheinlich: „Nur ein sehr stark steigender US-Dollar in Verbindung mit stark steigenden Marktzinsen könnten den Trend dieses Mal kippen“, sagt Retzlaff. Und nach einem solchen Szenario sieht es derzeit nicht aus.

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