DAB Depot Contest: Profis halten sich zurück

DAB Depot Contest
Profis halten sich zurück

Der Dax hat in den vergangenen Tagen deutlich verloren. Aber nur wenige Vermögensverwalter nutzen den Rücksetzer und steigen ein.
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FrankfurtDer Aktienmarkt ist unberechenbar. Nach dem kräftigen Anstieg seit Jahresanfang ist die Euphorie der Anleger zuletzt verflogen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor auf Wochensicht rund vier Prozent und rutschte wieder deutlich unter die Marke von 7.000 Punkten. Schwache Konjunkturdaten aus den USA scheinen die Stimmung vorerst vermiest zu haben.

Die Profis sind vorsichtig – und warten ab. Das lässt sich in den Orderbüchern des DAB Depot Contest nachlesen. Seit Jahresbeginn messen sich 30 Vermögensverwalter in einem Wettbewerb der Münchener Direktbank. Wer hat die beste Strategie, wer findet die aussichtsreichsten Aktien, Anleihen oder Fonds. Die DAB Bank unterscheidet zwischen drei verschiedenen Depotkategorien: „Sicherheit“, „Ausgewogen“ und „Chance“.

Insgesamt haben die Geldverwalter je Portfolio eine Million Euro Spielgeld zur Verfügung, das gehegt und gepflegt werden muss. Dabei versuchen die Vermögensverwalter, ihre Spieldepots möglichst genauso oder zumindest ähnlich aufzubauen, wie sie das im wahren Leben auch tun würden.

Zuletzt haben die Profis wenig gehandelt. Winfried Walter etwa von der Vermögensverwaltung Schneider, Walter und Kollegen. Sein Depot „Chance“ liegt derzeit mit einem Plus von knapp zehn Prozent ganz vorn in der Rangliste. Die letzte Order, einen Aktienfonds, hat Walter am 27.3. abgegeben. Oder Nils Petersen von der TOP Vermögensverwaltung AG. Seit Anfang Januar hat er die Zusammenstellung seines „Chance“-Depots nicht mehr verändert. Insgesamt steht bisher ein Plus von gut sechs Prozent zu Buche. Auch das Depot Sicherheit hat Petersen zuletzt im Januar angepasst.

Gegen denn Trend arbeitet Wolfgang Müller von der gleichnamigen Vermögensverwaltung. Er hat zuletzt kräftig eingekauft. Dabei hat sich der Profi vor allem Bankaktien ins Depot gelegt. Papiere der Commerzbank und von Bank of Ireland. Die Branche sei nach den kräftigen Kursverlusten der vergangenen Jahre unterbewertet, sagt er. Verkauft hat Müller stattdessen Short-ETFs auf den Dax, also börsengehandelte Index-Fonds, die profitieren, wenn das Börsenbarometer fällt – so wie in den vergangenen Handelstagen. Seit Jahresbeginn hat das Chance-Depot von Müller knapp neun Prozent zugelegt.

Christian Panster
Christian Panster
Handelsblatt Online / Ressortleiter Finanzen

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