Dax 8.000: Höchststand kommt vor dem Fall

Dax 8.000
Höchststand kommt vor dem Fall

Der Dax hat die 8.000 Punkte geknackt – und plötzlich sind sich die Experten einig, dass Aktien „alternativlos“ sind. Wer jetzt noch einsteigt, ist spät dran. Die wahre Kunst wird darin bestehen, rechtzeitig auszusteigen.
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DüsseldorfJubel an der Börse: Bis der Dax sein Allzeithoch erklimmt, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Über 8.000 Punkte hat es der Index schon geschafft, von da an fehlen nur noch gut 150 Punkte bis zum Rekord aus dem Sommer 2007.

Es gebe keine Alternative zu Aktien, sagen die Experten. Das billige Geld der Notenbanken treibe die Kurse weiter an. Und tatsächlich, langsam aber sicher interessieren sich auch Laien für Aktien. Die Bild-Zeitung titelte am vergangenen Freitag auf ihrer Internetseite: „Börsen-Hype – Dax knackt 8.000-Punkte-Marke“. Verschiedene Anlegermagazine wie „Der Aktionär“ oder „Focus Money“ haben in den vergangenen Wochen zum Einstieg aufgerufen. „Zögerst du noch… oder kaufst du schon?“, lautete eine Schlagzeile.

Aktien sind eine feine Sache – wenn man sie zu einem guten Preis kauft. Das geht am besten, wenn sich nur Wenige dafür interessieren. Vorsicht ist jedoch angebracht, wenn plötzlich alle darüber reden. Irgendwann kommt der Punkt, an dem nur noch geredet wird, aber keiner mehr kauft. Noch ist es nicht soweit. Aber mit jedem Punkt, den Dax und Dow zulegen, wächst die Gefahr.

Die 8.000-Punkte-Marke hat erst mal nicht viel zu bedeuten, eine Punktzahl wie jede andere. Und doch regt sie manchen zum Nachdenken an – mit gemischten Gefühlen. „Der Dax-Stand von 8.000 Punkten ist in den Köpfen bislang als ‚oben‘ verankert. Alles darüber hat man noch nicht gesehen und es fällt schwer, sich das vorzustellen“, sagt Manfred Hübner von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so ein Stimmungsbild von der Börse. „Die Anleger sind berauscht, doch sie beginnen auch, den Markt als zu teuer anzusehen“, sagt der Marktforscher.

Vier Jahre dauert die Rally schon an. Im Frühjahr 2009 stand der Dax bei 3.666 Punkten, heute bei 8.000 Punkten. Dazu muss man wissen, dass der Dax ein Performance-Index ist, bei dem ausgeschüttete Dividenden gleich wieder eingerechnet werden. Daher ist der Vergleich mit anderen Indizes wie dem Dow Jones, bei denen Dividenden nicht mit drin sind, etwas schief. Das ändert nichts daran, dass Anleger in den vergangenen Jahren gut verdienen konnten.

Die Rally an den Börsen ist bis hierhin kein Wunder, sie hat naheliegende Gründe. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise haben die Notenbanken, allen voran die Fed, angefangen, Geld zu drucken. Sie haben eine beispiellose Kampagne gestartet. Die von den Zentralbanken insgesamt gehaltenen Aktiva haben sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt und erreichten Ende 2011 einen Wert von rund 18 Billionen Dollar. Noch nie zuvor haben Zentralbanken die Welt einer solchen Menge an Geld ausgesetzt. Sie haben die Banken mit billigem Geld vollgestopft, ein Teil davon ist an den Finanzmärkten versickert – unter anderem in Aktien.

Kommentare zu " Dax 8.000: Höchststand kommt vor dem Fall"

Alle Kommentare
  • Nur Mut, in einen steigenden Markt zu kaufen bietet die beste Gewinnwahrscheinlichkeit. Beobachte die Trends schon seit 1991. Viele Auf-und-Ab's. Aber die beginnende Berichterstattung über die Übertreibungen and der Börse wird wie immer neue Käuferschichten animieren. Das kann einige Monate anhalten. Börse in dieser Phase ingnorieren, denn es wird schwer durchzuhalten, nicht zu früh verkaufen. Es gibt gute Trigger-Signale zum Ausstieg. Werde diese dann publizieren. Nur Mut.

  • Bitte suchen Sie sich Hilfe. Sie haben viel durchgemacht im Leben ok, aber auch Ihnen kann geholfen werden.

    Zitat: "Darauf warten wir schon lange."
    Sprechen Sie öfter im Plural von sich selbst? Unsichtbare Freunde oder Schatten sind im Erwachsenenalter eher atypisch, aber keine Psychose.

    Zitat: "Um wieviel Uhr müssen Heimbewohner in Österreich denn wieder vom Freigang zurück sein?"

    Wollen Sie sich nach Österreich verlegen lassen oder ist das etwas eine Projektion?

    In der Psychoanalyse nach Sigmund Freud versteht man unter Projektion einen Abwehrmechanismus, bei dem eigene, unerwünschte Impulse z.B. im Sinne von Gefühlen und Wünschen einem anderen Menschen (oder Gegenstand) zugeschrieben werden.

    Hier wird Ihnen bestimmt geholfen, nur Mut!

    www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/

  • Endlich mal einer, der verstanden hat, wie es funktioniert! Wohl auch per Anhalter durch die Galaxis gelesen?

  • Gut, dass Sie uns über österreichische Palanzer aufklären.

    Darauf warten wir schon lange. Wichtig auch, dass Sie das Forum der Ahungslosigkeit entdecken, um darin einen Beitrag nach dem anderen zu platzieren.

    Eine Frage an Sie: Um wieviel Uhr müssen Heimbewohner in Österreich denn wieder vom Freigang zurück sein?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Gerne. Diesmal irren Sie. Ich bin eher Experte in "Freud-Lösungen". Therapiesitzung kostet 70,- Euro pro 45min. Können Sie auch über die Kasse abrechnen.

    Um Ihnen schonmal einen kostenlosen Vorgeschmack zu geben.

    Zitat: "Haken an Ihrer Sicht: Es wird gar keinen Aufprall geben."

    Als Verdrängung wird in der Psychoanalyse ein grundlegender Abwehrmechanismus bezeichnet, durch den tabuierte und bedrohliche Inhalte und Vorstellungen von der bewussten Wahrnehmung des Menschen ausgeschlossen werden.

    Die Verdrängung wird im Unterschied zur Erinnerung als aktiver Prozess gesehen, der einen ständigen psychischen Aufwand erfordert, die so genannte Verdrängungsarbeit. Unter ihrer Wirkung konservieren sich die Vorstellungen. Sie gehen nicht in einen Bewusstseinsstrom der Erinnerung, eine generalisierte Erinnerungsspur, ein. Dies hemmt und verfälscht die Aufnahmebereitschaft für neue Vorstellungs- und Bewusstseinsinhalte und behindert die Lernfähigkeit ganz allgemein.

    Gute Besserung!

  • Die Ahnungslosigkeit der Beobachter und Kommentatoren geht einher mit dem Grad der Ueberzeugung in ihre eigenen oder anderer seherische Faehigkeiten.
    Ich bin mir sicher dass Frau Quandt&co mit den Schultern zucken wenn sie dies lesen- so wie sie es schon die letzten 50 Jahre gemacht haben.

  • Wie soll denn der Aufprall schmerzlich werden, wenn er nur Luft ist? Nur-an-echter-W-geht-nie...

  • @ Wienerle

    Haken an Ihrer Sicht: Es wird gar keinen Aufprall geben. Weiter nehme ich zur Kenntnis, dass Sie Experte in Sachen "Freud-Probleme" sind. Ich komme gerne auf Sie zurück, weil ich dazu bisher weing weiß.

    Und nin mal zur Sache: Wenn Sie nix wissen, dann brauchen Sie auch nix schreiben. Auch keine Beleidigungen.
    (Im Übrigen hatten Sie selbst Ihre Ahnungslosigkeit dargstellt.)

  • Ach, Sie armer selbsternannter Guru. Freud hätte seinen wahren Spaß an Ihnen gehabt. Hochmut kommt vor dem Fall. Und der Aufprall wird gerade bei Leuten wie Ihnen besonders schmerzhaft.






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