Dax-Charttechnik
Experten sehen Bärenmarkt-Rally

Angesichts der überraschend kräftigen Erholung seit Erreichen des neuen Jahrestiefs bei 5 999 Punkten rechnen technische Analysten zunächst mit einer Konsolidierung. Anschließend könnte der Dax nochmals durchstarten und den zweiten Teil der Aufwärtsbewegung einleiten. Doch es gibt auch skeptischere Einschätzungen.

HB FRANKFURT Nach der stürmischen Vorwoche dürfte der Dax in den kommenden Tagen in ruhigere Gewässer einlaufen. Angesichts der überraschend kräftigen Erholung seit Erreichen des neuen Jahrestiefs bei 5 999 Punkten rechnen technische Analysten zunächst mit einer Konsolidierung. Anschließend könnte der Dax nochmals durchstarten und den zweiten Teil der Aufwärtsbewegung einleiten. Klar sollte dabei aber auch sein: Zu mehr als einer Bärenmarkt-Rally wird es wohl nicht reichen.

"Der Markt ist kurzfristig heiß gelaufen", stellt Jörg Scherer von HSBC Trinkaus & Burkhardt fest. Zudem sehe er sich bei 6 384 und 6 416 Punkten mit dem Januartief und dem letzten Korrekturhoch mit ersten wichtigen Widerständen konfrontiert. Sollte es gelingen, diesen Bereich nachhaltig zu überwinden, wäre Platz bis 6 853 Zähler als maximale Ausdehnung der laufenden Erholung. Unter 6 354 Punkten und damit in den seit Juni gültigen Abwärtstrend sollte der Dax aber nicht mehr fallen.

Ähnlich beurteilt Martin Siegert von der Landesbank Baden-Württemberg die Lage. "Aufgrund der Indikatorenlage erwarten wir für die nächsten Tage und Wochen eine weitere Stabilisierung", so der Stuttgarter Charttechniker. Das Verlaufstief bei 5 999 Punkten in der vergangenen Woche sei durch eine ausgeprägt "bullische" Divergenz bestätigt worden, wobei der horizontale Widerstand bei 6 416 Punkten nun eine erste wichtige Hürde darstelle. Darüber hinaus sieht Siegert weiteres, wenn auch überschaubares Potenzial: "Im zweiten Teil der Korrektur erwarten wir einen Anstieg zur 6 547/78er Zone".

Ein vergleichbares Potenzial bis 6 530/50 Punkten auf Wochensicht attestiert Christian Schmidt von der Helaba dem Dax. Allerdings sei zunächst mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen, da im Bereich von 6 430 eine "Anhäufung markanter Punkte" liege, die weiteren Avancen zunächst im Weg stehe. Sollte es nicht gelingen, diesen Bereich im ersten Anlauf zu knacken, könnte der Markt zunächst in eine Seitwärtsbewegung münden. Als wichtige Unterstützung erachtet Schmidt die Fibonacci-Unterstützung bei 6 248 Punkten.

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