Dax-Gewinner und Verlierer
Das lange Leiden der T-Aktionäre

Die Aktie der Deutschen Telekom notiert endlich mal wieder über ihrem Ausgabekurs. Sie gilt als Buhmann der deutschen Börsenlandschaft. Denn ohne ihr langjähriges Tief wäre der Richtung Allzeithoch strebende Dax schon längst auf Rekordniveau.

FRANKFURT. Für Aktionäre der Deutschen Telekom war der vergangene Freitag ein guter Tag. Mit einem Plus von mehr als vier Prozent setzte sich die T-Aktie an die Spitze des Dax und stieg erstmals seit Januar wieder über ihren Ausgabekurs aus dem Jahr 1996. In den vergangenen Jahren hat das Papier Anlegern dagegen viel Kummer bereitet. Und auch der Dax wäre ohne die T-Aktie heute schon deutlich über sein Rekordhoch aus dem Jahr 2000 gestiegen. Damals, als der deutsche Leitindex bis auf 8 136,16 Punkte sprang, notierte die Telekom bei üppigen 103,50 Euro und war das Schwergewicht im Dax. Seither ging es um gut 85 Prozent bergab, Mit einem Indexgewicht von 4,9 Prozent ist die Aktie nun gerade einmal die Nummer acht im Dax.

So heftig wie bei der Telekom sind die Verluste bei keinem anderen Dax-Werte ausgefallen. Aber auch andere Aktien sind sieben Jahre nach dem Allzeithoch des Leitindex noch weit von ihren damaligen Kursen entfernt. Vor allem das Münchener Trio aus Allianz, Münchener Rück und Siemens hat Anlegern hohe Verluste eingebracht. Zählt man den Chiphersteller Infineon hinzu, der erst sechs Tage nach dem Allzeithoch an die Börse ging und drei Monate später in den Dax aufgenommen wurde, fällt die Bilanz der Konzerne aus der bayerischen Hauptstadt noch dramatischer aus: Infineon-Aktien, die einst bei 92 Euro das Stück notierten, sind heute gerade noch rund 11,50 Euro wert.

Weitaus besser haben sich andere Dax-Aufsteiger geschlagen, allen voran der Autozulieferer Continental, der im Sommer 2003 als bislang einziges Unternehmen ein Dax-Comeback schaffte. Bereits bei der Index-Gründung im Juli 1988 war Continental dabei, 1996 verlor die Aktie ihren Platz an die Münchener Rück. In den vergangenen Jahren hat sich Conti aber zum absoluten Börsenliebling entwickelt und alle anderen Dax-Werte weit abgehängt. Allein seit der Wiederaufnahme in den Dax hat die Aktie mehr als 400 Prozent zugelegt.

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