Dax-Rückkehr
Conti will schon wieder

Adidas und die deutsche Post haben Chancen auf den Aufstieg in den Euro Stoxx 50, Metro und MAN müssen um ihren Platz im Dax kämpfen und Continental steht vor seinem dritten Comeback. Was der Wandel für Anleger bedeutet.
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FrankfurtDas eherne Gesetz des Boxens gilt normalerweise auch für Dax-Mitglieder. „They never come back", hieß es lange, ehe im Jahr 1960 der entthronte Schwergewichtsweltmeister Floyd Patterson seinen Weltmeistertitel zurückholte. Im Dax gelang vor neun Jahren mit Continental erstmals einem Unternehmen die Rückkehr unter die deutschen Top 30. Und nachdem sich der Hannoveraner Automobilzulieferer 2008 im Rahmen der Übernahme durch Schaeffler zum zweiten Mal von dort verabschieden musste, kommt es nun in rund einem Monat wohl zur dritten Rückkehr. Ein wahrhaft einmaliger Vorgang.

Die Indexüberprüfungen jedes Jahr Anfang September haben für Anleger stets einen besonderen Kitzel. Ist es doch für Unternehmen in den vergangenen Jahren immer mehr entscheidend gewesen, ob sie in den bedeutenden Indizes wie dem Dax oder dem für die Euro-Zone maßgeblichen Euro Stoxx 50 vertreten sind.

Der Grund: Mit dem Erfolg der sogenannten Exchange Traded Funds (ETF) - diese bilden einen Index in seiner Gesamtheit ab - fließt quasi automatisch Geld in die Aktien der Indexmitglieder. Wer also in die deutschen oder europäischen Top-Klassen wie Dax oder Euro Stoxx 50 aufsteigt, dessen Aktienkurs steigt gewöhnlich auch. Wer hingegen dort rausfliegt, der muss mit Verlusten rechnen.

Anleger können davon profitieren. Denn je näher die Indexentscheidungen Anfang September rücken, umso mehr legten in der Vergangenheit die Aktienkurse der potenziellen Aufstiegskandidaten im Vergleich zu dem Index zu, in den sie kommen sollten. Das hat Uwe Streich, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), rückwirkend seit der Jahrtausendwende berechnet.

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