Dax-Umfrage
Anleger halten Ausverkauf für einen Fehler

Der deutsche Leitindex ist fair bewertet und auch die Konjunkturaussichten sind positiv. Dennoch ist der Dax in der vergangenen Handelswoche gefallen. Die weitere Entwicklung hängt von einem anderen Faktor ab.

Für deutsche Anleger war die vergangene Handelswoche schwer zu verstehen: Konjunkturell sieht es in Deutschland und Europa nicht schlecht aus, auch die Prognosen machen durchaus Mut auf steigende Kurse.

Zumal auch die fundamentale Bewertung an der Börse stimmt: Mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinnverhältnis von 12,47 ist das Niveau nicht zu hoch. Dennoch verkaufen vor allem internationale Anleger Dax-Aktien. Das deutsche Börsenbarometer fiel in der vergangenen Woche um 1,8 Prozent.

Doch nicht nur die Kurse sind weiter eingebrochen, sondern auch die Anlegerstimmung ist wiederum gefallen. Das zeigt die aktuelle Auswertung des Handelsblatts-Dax-Sentiments, eine Umfrage unter mehr als 2300 Anlegern.

Die wöchentliche Erhebung analysiert der Sentimentexperte Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx. Daraus leitet er eine Prognose ab, wie sich der deutsche Leitindex in den kommenden Handelstagen entwickeln könnte.

Die kurzfristige Stimmung hat trotz des deutlichen Rückgangs aber noch kein extremes Niveau erreicht. Um 15 Prozentpunkte sind Anleger aus dem Lager der Neutralen, die eine Seitwärtsbewegung erkennen, nun ins Lager der Pessimisten gewechselt.

In welcher Zyklusphase befinden sich die Märkte Ihrer Meinung nach aktuell?


Mehr als jeder Dritte sieht aktuell einen Abwärtstrend. Weitere neun Prozentpunkte bei den Anlegern haben ihre gute Laune verloren und hoffen nun darauf, dass die aktuelle Bewegung bereits als Bodenbildung betrachtet werden kann.

Für einen großen Teil der Anleger kam der Dax-Rückgang in der Vorwoche überraschend. (plus 16 Prozentpunkte auf 25 Prozent). Weitere 35 Prozent sehen ihre Erwartungen kaum erfüllt. Nur noch 40 Prozent sehen sich in ihren Erwartungen bestätigt – ein Rückgang von 20 Prozentpunkten. „Die Selbstgefälligkeit hat mit diesem Umfrageergebnis bereits ein extremes Niveau erreicht, wie wir es zuletzt Mitte Februar im Rahmen der heftigen Neujahrskorrektur gesehen haben“, meint Heibel.

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